Handball : Handballer stehen als Helfer bereit

Das Mannschaftstraining ruht seit Donnerstagabend, die Spieler von Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen sollen sich nach individuellen Übungsplänen fit halten. Gleichzeitig stellen sie sich als ehrenamtliche Helfer zur Verfügung.

Einkaufstour statt Sprungwurf – so könnte in den nächsten Wochen der Alltag der Dormagener Zweitliga-Handballer aussehen. Weil der Spielbetrieb ruht und seit Donnerstag auch kein Mannschaftstraining mehr auf dem Programm steht, hat ein Großteil des Kaders sich auf eine Liste von ehrenamtlichen Helfern setzen lassen. „Die, die zeitlich dazu in der Lage sind, stehen auf der Liste der Stadt und helfen etwa betagten Menschen bei Alltagsarbeiten wie zum Beispiel Einkaufen,“ sagt Marketingleiterin Jil Falkenstein.

Eine eigene Aktion will der Zweitligist nicht daraus machen. „Das soll ja kein PR-Gag sein, sondern eine ernst gemeinte Hilfsaktion,“ sagt Handball-Geschäftsführer Björn Barthel, „deshalb arbeiten wir mit der Dormagener Bürger-Hotline zusammen.“ Ein knappes Dutzend Spieler stehe bereit, um Einkäufe oder andere alltägliche Verrichtungen zu erledigen. „Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass sie  Landwirten helfen, die keine Erntehelfer finden,“ sagt Barthel, „wir Handballer möchten damit etwas zurückgeben von der Unterstützung, die der Verein in der aktuellen Situation erhält und die er mit Blick auf die Zukunft des Profisports auch benötigt.“ Gleichzeit bittet er, von Anfragen beim Verein abzusehen und sich an die Bürger-Hotline (02133/257555) zu wenden.

Überhaupt bleibt die Handball-Geschäftsstelle bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen, ist aber per E-Mail (info@handball-dormagen.de) weiter zu erreichen. Die Arbeiten werden, so weit möglich, im Home-office erledigt.

Das gilt auch für die Spieler. Sie haben von Trainer Dusko Bilanovic individuelle Trainingspläne mit auf den Weg bekommen, mit denen sie sich zu Hause fit halten sollen. Die Kommunikation darüber erfolgt durch regelmäßige Telefonkonferenzen, auch „Taktikschulung per Video“ hält Barthel für möglich. „Das wichtigste ist, dass sich keiner infiziert,“ sagt der Geschäftsführer, „denn dann müssen wir die Situation vollkommen neu bewerten.“