2. Handball-Bundesliga TSV Bayer Dormagen plant Kader für neue Saison

Handball : TSV treibt Personalplanung voran

Lizenz ohne Auflagen erteilt. Sven Bartmann verlängert Vertrag um ein Jahr.

Eigentlich fehlen „nur noch“ die sechs bis acht Punkte aus den restlichen acht Saisonspielen, die zum Klassenerhalt nötig sein dürften. Seine Lizenz für eine weitere Spielzeit in der Zweiten Handball-Bundesliga hat der TSV Bayer Dormagen am Donnerstag bereits erhalten – wie alle anderen Zweit- und die meisten Erstligisten ohne Auflagen. Nur Altmeister VfL Gummersbach muss bis zum 3. Mai die „Schließung einer Liquiditätslücke“ nachweisen, was der Ex-Dormagener Christoph Schindler in seiner Funktion als VfL-Geschäftsführer als „reine Formsache“ ansieht.

„Wir sind froh, dass wir alle Bedingungen erfüllt haben und damit auch die uneingeschränkte Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten. Entscheidend ist jetzt natürlich die sportliche Qualifikation mit dem Klassenerhalt,“ freut sich Björn Barthel über die Entscheidung der Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga (HBL). Unabhängig davon ist der Handball-Geschäftsführer des TSV Bayer dabei, die Personalplanungen für die neue Saison voran zu treiben.

„Priorität hatten die Gespräche mit unseren eigenen Spielern,“ sagt Barthel. Denn gute Leistungen auf dem Parkett wecken Begehrlichkeiten bei anderen Klubs und auch bei Handballern (respektive deren Beratern), was die Gehaltsvorstellungen angeht. „Und da ist unser Handlungsspielraum nicht sehr groß,“ verweist Barthel auf den Etat des TSV, der sich rund um die Millionengrenze bewegt und damit einer der kleinsten der Zweiten Liga ist.

Die Gespräche sind weitgehend abgeschlossen. Nach Carl Löfström, Benjamin Richter, Ian und Patrick Hüter verlängerte am Donnerstag auch Torhüter Sven Bartmann seinen Vertrag um ein Jahr. Zu den bereits feststehenden Abgängen von Lukas Stutzke (Bergischer HC), Tim Wieling (TVB Stuttgart), Nico Pyszora (Longericher SC) und Matthias Broy (Rhein Vikings) dürften sich dem Vernehmen nach noch die von Daniel Eggert und Lars Jagieniak gesellen. Bleibt aus dem aktuellen Kader – alle anderen Verträge laufen noch mindestens ein Jahr – nur noch Heider Thomas. „Bei ihm hängt es davon ab, wie es nach seiner Examensprüfung beruflich mit ihm weitergeht,“ sagt Barthel mit Blick auf den angehenden Juristen auf der Position des Abwehrchefs.

Externe Zugänge gibt es (noch) keine. In Julian Köster, der seit neuestem wie Lukas Stutzke zum Elitekader des Deutschen Handball-Bundes (DHB) gehört, und Sven Eberlein rücken zwei Rückraumspieler aus der A-Jugend in den Kader von Trainer Dusko Bilanovic auf, ebenso als „Hospitanten“ die Außen Nick Braun (links) und Jan Reimer (rechts). Was Verstärkungen anbelangt, sagt Barthel: „Wir sondieren den Markt, haben auch etliche Namen auf unserem Zettel und auch schon Gespräche geführt.“

Zeitdruck verspürt der Geschäftsführer (noch) nicht, was sicher auch damit zusammenhängt, dass die Frage nach den Zweitliga-Absteigern noch nicht geklärt ist. Eines verrät er aber schon: „Priorität besitzen die Positionen im linken Rückraum und auf Rechtsaußen“ – was mit Blick auf die Erstliga-Abwanderer Stutzke und Wieling wenig überraschend ist.

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