Handball : Vikings verlieren auch das zweite Spiel unter neuem Trainer

Jörg Bohrmann sieht bei der 22:27-Niederlage des Handball-Zweitligisten gegen den ASV Hamm erhebliche Defizite im Abschluss und bei der Kondition.

Die Defizite bei den Rhein Vikings sind offensichtlich. „Es ist ein Wahnsinn, was wir hier heute alles verballert haben“, sagte Trainer Jörg Bachmann nach der 22:27-Niederlage (Halbzeit 10:12) seiner Zweitliga-Handballer gegen den ASV Hamm-Westfalen. „Hier war für uns gegen den Aufstiegskandidaten definitiv mehr drin. Aber eine solch schlechte Quote im Angriff darf man sich einfach nicht leisten, wenn man in der 2. Liga überleben will“, sagte der Nachfolger des beurlaubten Ceven Klatt, der damit auch in seinem zweiten Spiel an der Seitenlinie ohne Erfolg bleibt. Bei seiner Premiere als Chefcoach hatte er in der vergangenen Woche mit 23:31 beim TV Großwallstadt verloren.

Für die Neuss-Düsseldorfer Spielgemeinschaft war die Heimpleite gegen den Tabellenvierten aus Hamm bereits die dritte Niederlage in Folge. Sie steckt damit als Vorletzter weiterhin tief im Keller und hat auch nach dem achten Spieltag erst einen Sieg auf dem Konto. Dabei fehlte es der Truppe nicht nur an der Genauigkeit im Angriff. „Am Schluss haben wir deutlich gemerkt, dass es auch an der nötigen Kondition fehlt“, sagte Bohrmann.

Von Beginn an liefen seine Schützlinge im Castello einem Rückstand hinterher, konnten bis Mitte der zweiten Halbzeit aber immer wieder mit Hilfe eines großen Kraftaufwandes egalisieren. Regelmäßig folgten auf die starken Phasen aber die Unkonzentriertheiten im Spielaufbau und beim Torabschluss, die dafür sorgten, dass den Ostwestfalen zwei, drei leichte Treffer in Folge gelangen und sie wieder davonzogen.

Der letzte Kraftakt gelang den Gastgebern in der 37. Minute, als sie von 11:14 noch einmal zum 14:14 ausglichen und neue Hoffnung schöpften. Dann zogen die Gäste mit vier Toren davon. Die Vikings blieben bis zum 18:20 zwar auf Schlagdistanz, doch die nur 350 Zuschauer hatten nie das Gefühl, dass der Bohrmann-Truppe noch die Wende gelingen könnte. Spätestens beim Gegentreffer zum 19:24 sechs Minuten vor der Schlusssirene war die Partie endgültig entschieden.

„Wir haben drei Gegenstöße und 13 freie Bälle liegengelassen“, sagte Bohrmann. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“

Vikings Mikkel Moldrup, Vladimir Bozic – Brian Gipperich, Christian Hoße 10/7, Philipp Pöter 1/0, Paul Skorupa, Niklas Weis, Bennet Johnen 1, Teo Coric 2, Felix Handschke, Ivan Milas 2, Thomas Bahn, Srdjan Predragovic 1, Alexander Oelze, Moritz Görgen.

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