2. Handball-Bundesliga Rhein Vikings zu Gast bei TuSEM Essen

Handball :  Bohrmann möchte „einfach nur Handball spielen“

Das wird noch ein langer Weg für Jörg Bohrmann. 14 Spieltage liegen noch vor ihm und den von ihm trainierten Rhein Vikings bis zum Saisonfinale am 8. Juni in der Zweiten Handball-Bundesliga. 14 Spieltage, an denen der Tabellenletzte es ausgesprochen schwer haben dürfte, zu punkten.

Denn schon vor dem Insolvenzantrag und dem daraufhin erfolgten Aderlass an erfahrenen Spielern brachten die Vikings kümmerliche fünf Zähler auf ihr Konto, darunter erst zwei unter Bohrmanns Regie.

Den ficht das allerdings nicht an. „Ich möchte mit den jungen Spielern das machen, was wir am liebsten machen – Handball spielen,“ wird er in der aktuellen Pressemitteilung seines Klubs zitiert, „ich möchte dieses ganze Drumherum von den Jungs fernhalten.“

Ob das gelingt, wird sich zeigen. Bislang haben sich die Vikings in den drei Spielen seit dem Insolvenzantrag achtbar geschlagen, am Ende dann aber doch deutlich verloren. Wie viel davon auf eigenes handballerisches Vermögen oder einen gewissen Mitleidsbonus der Gegner zurückzuführen war, müssen die Vikings mit sich selbst ausmachen. Bohrmann jedenfalls war nur bedingt zufrieden, fordert auch von den jungen Spielern, die direkt aus der A-Jugend-Bundesliga oder der nur in der Oberliga spielenden Reserve den Sprung in die Zweite Liga tun mussten, mehr Konsequenz.

Die werden sie am heutigen Freitagabend (19.30 Uhr, Sportpark am Hallo) ganz bestimmt brauchen. Denn Gastgeber TuSEM Essen ist ein anderes Kaliber als die letzten Gegner Emsdetten, Hamburg und Schwartau. Nach sechs Niederlagen in Folge vor dem Jahreswechsel haben die Essener nach der WM-Pause wieder in die Spur gefunden, wie die Siege gegen Dessau-Roßlauer HV (33:22), beim HC Elbflorenz Dresden (29:25), gegen TuS N-Lübbecke (32:25) und zuletzt in Aue (33:32) zeigten. „Essen ist in beachtlicher Form, das wird eine schwere Aufgabe für unsere Mannschaft,“ sagt Jörg Bohrmann.

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