2. Handball-Bundesliga Rhein Vikings gewinnen in Hagen

Handball : Vikings nehmen Hagen mit in Liga drei

Handball-Zweitligist HC Rhein Vikings feiert mit dem 30:23 in Hagen den ersten Auswärtssieg der Saison.

Mit Blick auf die kommende (Drittliga-)Saison war es vielleicht nicht das beste Ergebnis, aber das war den Rhein Vikings am Freitagabend herzlich egal: Vor offiziell 653 Zuschauern in der Hagener Krollmann-Arena feierte das insolvente Schlusslicht der Zweiten Handball-Bundesliga mit dem 30:23 (Halbzeit 17:10) über den VfL Eintracht Hagen im vorletzten Auswärtsspiel den ersten Auswärtssieg dieser Saison und den ersten doppelten Punktgewinn seit dem 35:34 vom Zweiten Weihnachtstag über den Wilhelmshavener HV.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Hagen und die Vikings in der kommenden Saison in der Dritten Liga West – aus der sie vor zwei Jahren gemeinsam aufstiegen – wiedersehen, liegt bei nahezu 100 Prozent. Die Hausherren fanden von Beginn an nichts ins Spiel gegen den mit nur acht Feldspielern angereisten Tabellenletzten. Nach zwölf Minuten und einem Zwischenstand von 2:6 aus seiner Sicht nahm VfL-Trainer Nils Pfannenschmidt seine erste Auszeit, der er nach 25 Minute beim Stande von 8:14 die nächste folgen ließ. Besser wurde es nicht mehr, im Gegenteil: nach dem Seitenwechsel zogen die Gäste bis auf 21:12 und 23:14 (40.) weg. Erst als den Schützlingen von Trainer Jörg Bohrmann in der Schlussphase die Kräfte schwanden, konnte Hagen noch ein bisschen Ergebniskosmetik betreiben.

Mehr aber auch nicht. „Ich kann mich nur bei allen Zuschauern entschuldigen, die heute in der Halle waren, so etwas Desaströses habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt,“ sagte Pfannenschmidt, der zuvor noch die Devise ausgegeben hatte: „Es muss ein Sieg her mit einer möglichst hohen Tordifferenz.“ Sportdirektor Michael Stock ging sogar noch einen Schritt weiter: „Die Mannschaft konnte nicht, und die Mannschaft wollte auch nicht genug. Das hat mit Handball nichts zu tun gehabt und das kann auch nicht weitergehen.“

Den Vikings wars egal, sie freuten sich über 13 Paraden von Mikkel Moldrup und die Tore durch Brian Gipperich (4), Christian Hoße (6/3), Paul Skorupa (1), Niklas Weis (1), Bennet Johnen (4), Daniel Zwarg (6), Moritz Goergen (5) und Tobias Middell )3).

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