2. Handball-Bundesliga Rhein Vikings gastieren bei Eintracht Hagen

Handball : Handball: Hagen hofft auf viele Tore gegen die Vikings

Unter normalen Umständen könnten die Rhein Vikings noch das berühmte „Zünglein an der Waage“ im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga spielen. Schließlich treffen sie am heutigen Freitag (20 Uhr, Krollmann-Arena) im VfL Eintracht Hagen und am 8. Juni (18 Uhr, TSV Bayer-Sportcenter) im TSV Bayer Dormagen auf zwei Mannschaften, die noch um den Klassenerhalt kämpfen.

Doch da bei den Rhein Vikings nichts normal ist, wird sich ihre Rolle wohl darauf beschränken, in beiden Partien und dem dazwischen liegenden, vorerst letzten Heimspiel ihrer kurzen Zweitliga-Geschichte am 1. Juni (18 Uhr) gegen den EHV Aue nicht allzu heftig unter die Räder zu kommen. Weil Trainer Jörg Bohrmann inzwischen bis auf Mikkel Moldrup, Niklas Weis, Brian Gipperich und Bennet Johnen nur noch auf Spieler zurückgreifen kann, die vor Saisonbeginn keine Rolle im Zweitliga-Kader spielten, setzte es zuletzt deftige Niederlagen: 22:36 in Nordhorn, 24:36 gegen Hüttenberg. Und auch Hagens Trainer Nils Pfannenschmidt gibt die Devise aus: „Wir müssen gewinnen, um unsere kleine Minimalchance zu nutzen und dabei möglichst viele Tore erzielen.“ Denn das Torverhältnis könnte am Ende im spannendsten Abstiegskampf seit Einführung der eingleisigen Zweiten Liga durchaus eine Rolle spielen – und da schleppen die Hagener mit einer Differenz von -78 eine schwere Hypothek mit sich herum, die ihnen mehr als die nur drei Punkte Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz beschert.

„Aufgaben gibt es nicht, solange rechnerisch etwas möglich ist,“ sagt Pfannenschmidt, der auf den verletzten Torhüter Nils Dresrüsse verzichten muss. Vor zwei Jahren stiegen Hagen und Vikings gemeinsam in die 2. Liga auf, jetzt könnte der gemeinsame Abstieg folgen. Und noch eines verbindet die beiden Teams: Mit 730 (Hagen) und 530 haben sie den mit Abstand schlechtesten Zuschauerschnitt aller 20 Teams.

Mehr von RP ONLINE