Handball „Am Samstag gibt es kein Wenn und Aber“

Dormagen · Der Trainer des Handball-Zweitligisten TSV Bayer Dormagen über das „erste Endspiel“ im Abstiegskampf gegen Elbflorenz Dresden.

Seit drei Spieltagen wartet Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen auf einen Sieg, verpasste es durch unnötige Punktverluste gegen Ferndorf und in Hamm, sich weiter von den Abstiegsplätzen abzusetzen. Am Samstag (19.30 Uhr) gastiert der nur einen Tabellenplatz und einen Zähler zurückliegende, seit drei Spielen ungeschlagene HC Elbflorenz Dresden im Bayer-Sportcenter. „Das ist für uns quasi ein Endspiel“, sagt Trainer Dusko Bilanovic. Wie er es hofft, zu gewinnen, verriet der 47-Jährige im Gespräch mit der NGZ.

Herr Bilanovic, über die Voraussetzungen vor dem Spiel gegen den HC Elbflorenz Dresden braucht man nicht viele Worte verlieren.

Dusko Bilanovic Das ist quasi ein Endspiel für uns. Dieses Spiel müssen wir gewinnen, da gibt es überhaupt kein Wenn und Aber.

Ihre Mannschaft hat sich selbst in diese Situation gebracht. Vor allem die Niederlage in Hamm war ärgerlich und überflüssig.

Bilanovic Das ist Vergangenheit. Natürlich haben wir in dieser Woche über dieses Spiel und vor allem die letzten zehn Sekunden dieses Spiels gesprochen. Aber das hilft uns nicht weiter. Wir müssen das als eine Erfahrung mehr verbuchen. Ich denke, vor allem ein Spieler wird das als einen Prozess in seiner Entwicklung ansehen. Aber nachdem wir darüber gesprochen haben, schauen wir nach vorne. Wir haben uns die ganze Woche intensiv auf das Spiel gegen Dresden vorbereitet.

Was soll anders laufen als zuletzt?

Bilanovic Die Spieler sind heiß, aber das waren sie in Hamm auch, sonst hätten wir gar nicht eine solche Schlussphase erlebt. Aber diesmal müssen wir schlau sein, schlauer als in hamm und gegen Ferndorf.

Was stimmt Sie optimistisch, dass das gelingt?

Bilanovic Mit Dresden kommt ein ganz anderer Gegner, einer, der genauso im Abstiegskampf steckt wie wir. Und wenn es uns gelingt, in einem Auswärtsspiel den Tabellenvierten am Rande einer Niederlage zu haben, dann muss es uns auch  gelingen, zu Hause einen direkten Konkurrenten zu schlagen.

Die Dresdener sind seit drei Spielen ungeschlagen, haben sich aber zuletzt gegen den TV Hüttenberg sehr schwer getan. Wie schätzen Sie den HC Elbflorenz ein?

Bilanovic Die Spiele gegen Aue und bei den Rhein Vikings waren zwei Spiele, in denen Elbflorenz der Favorit war. Gegen eine stabilere Mannschaft wie Hüttenberg standen sie dann unter Druck, und dem haben sie lange Zeit nicht standgehalten und mit viel Glück in der Schlussphase einen Punkt geholt. Das bedeutet, dass wir sie von Anfang an unter Druck setzen müssen – und das 60 Minuten lang, bis zum Abpfiff. Ich rechne mit einem sehr kampfbetonten Spiel. Seit dem Trainerwechsel (vor vier Wochen hat der bisherige Co-Trainer und frühere Kreisläufer Rico Göde den beurlaubten Christian Pöhler auf der Bank abgelöst, Anm. d. Red.) spielen sie eine sehr kompakte und kampfstarke 6:0-Abwehr, versuchen, immer wieder, den Gegner in Zweikämpfe zu verwickeln. Die müssen wir annehmen, sonst wird es schwer zu gewinnen. Eins ist klar: Wer mehr Herz auf die Platte bringt, der wird der Sieger des Abends sein.

Was stimmt Sie optimistisch, dass das Ihre Mannschaft sein wird?

Bilanovic Vor allem die Tatsache, dass wir ein Heimspiel haben. Ich hoffe, dass die Zuschauer uns so großartig unterstützen, wie sie das zuletzt gegen Hamburg getan haben (das Spiel gegen den HSV Hamburg sahen am Abend des Gründonnerstag 1754 Zuschauer, was Saisonrekord im Bayer-Sportcenter bedeutete, Anm. d. Red.).

Dann erklären Sie den Zuschauern mal, warum sie unbedingt kommen sollen.

Bilanovic Weil die Mannschaft Unterstützung braucht. Und weil sie diese Unterstützung auch verdient hat, denn die Jungs geben wirklich immer alles. Und weil wir in dieser Saison nur noch drei Heimspiele haben, die wir alle gewinnen wollen und gewinnen müssen. Sich mit Freunden treffen oder ausgehen, das können die Leute den ganzen Sommer über – doch jetzt ist Handball-Zeit

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