Handball : Rhein Vikings sehen sich im Aufwind

Gegen die HSG Nordhorn-Lingen setzt der Handball-Zweitligist am Freitagabend auf eine bessere Abschlussquote als zuletzt.

Beim Duell der beiden Handball-Zweitligisten HC Rhein Vikings und HSG Nordhorn-Lingen prallen am Freitagabend ab 20 Uhr im Castello zwei Serien aufeinander, die gegensätzlicher nicht sein könnten: Der Tabellenletzte aus dem Rheinland hat zuletzt zehn Spiele in Serie verloren, davon acht mit dem neuen Trainer Jörg Bohrmann. Die Gäste wiederum, die aktuell den sechsten Platz der Liga belegen, sind seit fünf Spielen ungeschlagen. Die Vorzeichen scheinen also eindeutig zu sein.

„Nordhorn ist im Moment bärenstark“, weiß Bohrmann um die Schwere der Aufgabe. Doch die Flinte ins Korn werfen wird der Übungsleiter deswegen noch lange nicht: „Wir haben Aufwind nach dem letzten Spiel“, äußert der Coach. Besagte Partie beim TuS Nettelstedt ging zwar mit 21:27 verloren, „aber wir haben ein sehr gutes Spiel bis zum Abschluss gemacht“, blickt der Übungsleiter zurück, „wir sind am gegnerischen Torwart gescheitert.“ Entsprechend sei in dieser Woche auch noch einmal punktuell am Wurftraining gefeilt worden. „Wichtig ist, dass die Jungs Sicherheit bekommen“, äußert Bohrmann, der zugleich jedoch auch betont: „Wir haben eine erfahrene Mannschaft.“ Die notwendige Fokussierung im Abschluss sei daher das wesentlichste Element: „Jeder muss konzentriert sein“, fordert der Trainer, der die Formkurve seiner Mannschaft nach dem letzten Wochenende steigen sieht: „In der Spielanlage hat man einen großen Fortschritt gesehen.“

Eine bessere Ausbeute aus den eigenen Würfen ist gegen Nordhorn zwingend notwendig, um die elfte Pleite in Serie zu verhindern. Dem Trainer steht aller Voraussicht nach der gesamte Kader zur Verfügung. „Wir werden kämpfen und wollen uns für die harte Arbeit im Training belohnen“, kündigt der Coach an. Dabei werden die Vikings auf einen eingespielten Gegner treffen. „Viele Spieler sind schon jahrelang dabei“, skizziert Bohrmann den kommenden Gegner, „sie haben den Kader gut zusammengestellt. Mit Julian Possehl und Georg Pöhle haben sie im Sommer zwei Spieler geholt, die im Angriff und in der Verteidigung spielen können, womit sie noch einmal breiter aufgestellt sind.“

Entsprechend gilt es für die Neuss-Düsseldorfer Handballgemeinschaft, die Konzentration über die vollen 60 Minuten aufrecht zu erhalten. Mit der Unterstützung der Zuschauer im Castello soll aber endlich der zweite Heimsieg der Saison eingefahren werden, denn die Erinnerung an das 27:25 gegen den HSV Hamburg von Mitte September verblasst zusehends.