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2. Handball-Bundesliga Crowdfunding-Projekt des TSV Bayer Dormagen

Handball : Handballer machen Werbung mit den Fans

Im Rahmen eines Crowdfunding-Projekts plant Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen ein Teamtrikot voller Fan-Namen.

Not macht bekanntlich erfinderisch. Und weil viele Sportvereine in der und durch die Corona-Krise in Not geraten sind, basteln viele an Lösungen, die ihnen ein bisschen Geld in die leeren Kassen bringen sollen.

Beim TSV Bayer Dormagen sind sie auf die Idee mit einem speziellen Trikot gekommen. Das sollen die Zweitliga-Handballer „an den ersten beiden Heimspieltagen, bei denen wir wieder Publikum begrüßen können“, tragen, sagt Marketingleiterin Jil Falkenstein. Das Besondere an diesen Trikots: Sie sind geschmückt mit den Namen aller Fans, die sich an der Aktion beteiligen. „Für 30,02 Euro pro Person drucken wir den Namen auf das Trikot,“ sagt Falkenstein – die krumme Zahl bezieht sich auf die Anzhal der Plätze (3002), die im TSV-Bayer-Sportcenter offiziell vorhanden sind (wenn keine Abstandsregeln gelten).

Für 99 Euro gibt’s nicht nur den Namen auf Brust oder Rücken, sondern das Trikot in einer „exklusiven Limited Edition“ gleich dazu. Der Clou an der Sache: Das Trikot wird nur dann produziert, wenn die mit ihm verbundene Crowdfunding-Aktion erfolgreich war. „Unser Ziel ist es, beginnend ab Montag innerhalb von 45 Tagen auf diese Art und Weise 10.000 Euro zusammen zu bekommen,“ sagt die Marketingleiterin. Wird die Summe nicht erreicht, wird auch kein Sondertrikot aufgelegt. „Dann bekommen die Fans, die bis dahin bezahlt haben, ihr Geld selbstverständlich zurück. Sie gehen also keinerlei Risiko ein,“ sagt Jil Falkenstein. Wird die Summe erreicht und das Trikot produziert, bekommen es die Fans, die sich für die teurere Variante entschieden haben, nach Hause geliefert.

„Wir haben uns für dieses ganz besondere Crowdfunding entschieden, weil wir unseren Fans für ihre Treue und den Zusammenhalt auch etwas zurückgeben wollen,“ sagt Jil Falkenstein. Wie hoch die Einnahmeverluste des Handball-Zweitligisten durch die Corona-Krise sind, lässt sich noch nicht beziffern. Auf jeden Fall fehlen ihm die Zuschauereinnahmen aus sechs Heimspielen (darunter die Lokalduelle gegen Krefeld und Ferndorf), die in der jetzt abgebrochenen Saison noch auf dem Programm standen. Bei einem Zuschauerschnitt von 1326 pro Spiel addiert sich die Fehlsumme bei einem Durchschnittspreis von 15 Eur pro Ticket auf eine sechsstellige Summe.