Jüchen : 137 Grundstücke verkauft

Die Vermarktung des Neubaugebiets Auenfeld ist 2011 wieder in Schwung gekommen, die Stagnation zur Zeit der Wirtschaftskrise ist vorbei. 137 der insgesamt 227 Grundstücke sind mittlerweile verkauft – für zehn Millionen Euro.

Die Vermarktung des Neubaugebiets Auenfeld ist 2011 wieder in Schwung gekommen, die Stagnation zur Zeit der Wirtschaftskrise ist vorbei. 137 der insgesamt 227 Grundstücke sind mittlerweile verkauft — für zehn Millionen Euro.

Mit einem Neun-Millionen-Euro-Defizit rechnet die Gemeinde für 2012. Ausgaben müssen reduziert, Einnahmen sollen erhöht werden — dabei könnte das Auenfeld, das größte Neubaugebiet in der Gemeinde, eine Rolle spielen. "Jedes Grundstück, das verkauft wird, verbessert unsere Kassenlage", erklärt Bürgermeister Harald Zillikens.

Da trifft es sich gut, dass die Nachfrage nach Grundstücken im Auenfeld deutlich zugenommen hat: 2011 konnten bis Ende November 29 Grundstücke an Hausbauer veräußert werden. Rund 2,6 Millionen Euro flossen dadurch auf das Projektkonto bei der WestGkA Management-Gesellschaft für kommunale Anlagen, mit der die Gemeinde im Auenfeld kooperiert. Seit 2006 wurden 137 der 227 Grundstücke verkauft — die Einnahmen bislang: zehn Millionen Euro. Dem stehen die Erschließungskosten gegenüber — schätzungsweise 6,5 Millionen Euro.

Die "mageren" Jahre sind vorbei: 2010 waren nur 20 Areale für 1,1 Millionen Euro verkauft worden, 2009 lediglich 18 Flächen für 1,6 Millionen Euro. Der Grund fürs geringere Interesse war die Wirtschaftskrise. 2010 reagierte die Gemeinde mit einem Förderprogramm für bauwillige Familien. Je nach Kinderzahl, Jahreseinkommen, eventueller Behinderung von Familienmitgliedern und anderen Kriterien werden Nachlässe gewährt. Im besten Fall sinkt der Kaufpreis von 195 (Richtwert) auf nur noch 145 Euro je Quadratmeter.

Nun gibt's wieder Erfreuliches aus dem Rathaus zu hören: "Mit dem Wiederanziehen der Konjunktur wurde auch die Nachfrage nach Grundstücken wieder belebt", erklärt Gemeindesprecher Norbert Wolf. Zudem ist die Nachfrage nach etwas größeren Grundstücken mit 400 bis 450 Quadratmetern gestiegen. Die Gemeinde schnitt die Parzellen neu zu, die Zahl der Grundstücke sank von 250 auf 227.

Das Auenfeld ist nicht das einzige Baugebiet, in dem die Gemeinde Grundstücke anbietet. Auf dem früheren Sportplatzgelände in Hochneukirch hat sie seit 2010 neun der 31 Parzellen verkauft — für 563 000 Euro. Im Baugebiet Rederhof in Bedburdyck ist nur noch eins von 25 Gemeinde-Grundstücken zu haben, die Einnahmen dort, 1,5 Millionen Euro. Nun hofft die Gemeinde auf weitere Verkäufe 2012, wirbt etwa auf Messen. Die Chancen fürs Auenfeld stehen gut: 16 Parzellen sind für Interessenten reserviert.

(NGZ/rl)