Jüchen : 10.000 Besucher beim Bikerfest

Motorradakrobaten, Stuntfahrer oder eine gläserne Motorrad-Waschanlage – die Besucher des Bikerfestes im Polodrom in Jüchen bekamen am Wochenende einiges geboten.

Motorradakrobaten, Stuntfahrer oder eine gläserne Motorrad-Waschanlage — die Besucher des Bikerfestes im Polodrom in Jüchen bekamen am Wochenende einiges geboten.

Spektakuläre Stunts gabe es zu sehen. Foto: M. Reuter

Das war spannender als Kino: Die gläserne Motorrad-Waschanlage erwies sich als eine der Attraktionen auf dem 13. Polo-Bikerfest im Polodrom. Obwohl das Wetter des Wonnemonats unwürdig war, zeigte sich Polo-Pressesprecher Friedhelm Kortmann mit der Resonanz mehr als zufrieden: Rund 10.000 Besucher waren im Laufe des Samstags nach Jüchen gekommen, um dort mit Freunden und Familien den 30. Geburtstag des Motorradausstatters zu feiern.

Und den Zuschauern wurde einiges geboten. Freunden individueller Fortbewegung fielen sofort die Can-Am Spyder ins Auge — imposante Vehikel mit zwei Vorderrädern und einem enorm breiten Hinterrad. Die Fahrzeuge aus Kanada sind ganz neu auf dem deutschen Markt, die Repräsentanten der Firma Jet-Action aus Neukirchen-Vlyun mussten jede Menge Fragen beantworten.

Ruhiger ging es am Stand von Hans Dürselen vom Jüchener Zweiradshop zu, obwohl es auch dort Interessantes zu sehen gab, wie zum Beispiel den Piaggio-Roller. Das Gefährt mit den zwei Vorderrädern nimmt nicht nur Straßenbahnschienen den Schrecken, das Hybrid-Fahrzeug schafft 100 Kilometer mit nur 1,7 Liter Benzin. Der Roller kann — ebenso wie der Can-Am Spyder — mit dem PKW-Führerschein gefahren werden.

Gegen Mittag gab es dann eine besondere Attraktion: Motorradrennfahrer Tom Lüthi aus der Schweiz (in dem Alpenland hat Polo sechs Filialen) war zu einer Autogrammstunde gekommen. Der schnelle Schweizer ist Weltmeister in der 125-Kubikzentimeter-Klasse und fährt jetzt in der 250er Klasse auf Erfolgskurs. Auch bei Polo läuft es zurzeit rund, nicht so ganz selbstverständlich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. "Der Motorradbestand ist so hoch wie nie, und wenn die Leute auch zurückhaltend sind beim Kauf neuer Maschinen, sie investieren doch in die Ausrüstung oder individualisieren ihr Bike", erklärte Friedhelm Kortmann (55) gegenüber der NGZ.

Ein weiterer Höhepunkt: Motorrad-Stuntman Axel Winterhoff begeisterte die Zuschauer mit seinen verwegenen Aktionen. Unglaublich, wie er seine schwere Maschine allein auf dem Vorderrad bewegte. Wie Winterhoff schwarze Streifen auf den Asphalt brannte, wie er die Reifen abradierte und riesige Abgaswolken produzierte — das tat wirtschaftlich denkenden Bikern im Herzen weh. Das Publikum war begeistert. Selbst Marktschreier Aal Volker hatte am Samstag eine Motorradjacke an und übertönte teilweise sogar das Kreischen der Motoren.

Für einen gelungenen Abschluss des Tages sorgten zwei Bands auf der Bühne des Clubs "red hot". "Danny and the Wonderbras" zeigten so lange ihr Können, bis "The King" die Besucher begeisterte. Das ganz große Spektakel ist jetzt zwar erstmal vorbei, aber eine Attraktion wird bleiben: die Motorrad-Waschanlage.

(NGZ)