Fußball-Kreisliga A Stadtderby steigt in Grevenbroich

Rien-Kreis · Sowohl der TuS Grevenbroich als auch die Südstädter gehen mit starken Serien in das Lokalduell. Der Trainer der SF Vorst steht vor einem Duell mit seinem ehemaligen Klub.

 Murat Köktürk trifft im Derby auf seinen Bruder Berkay.

Murat Köktürk trifft im Derby auf seinen Bruder Berkay.

Foto: Fupa

In der Fußball-Kreisliga A steht am Sonntag das große Grevenbroicher Derby an. Der TuS Grevenbroich ist zu Gast beim 1. FC Grevenbroich-Süd. Die Vorzeichen sind diese Mal ganz anders als in der Hinrunde. Für Vorsts Trainer Jörg Gartz gibt es ein Wiedersehen mit dem Ex-Klub.

Grevenbroicher Derby Während der TuS Grevenbroich schon am Dienstag mit einem 3:1-Sieg gegen Kaarst seine Hausaufgaben unter der Woche erledigte, legte Grevenbroich-Süd mit einem 3:2-Erfolg (1:1) gegen Büttgen am Donnerstag nach. Ensar Krasniqi (39., 55.) und Berkay Köktürk (61.), der von der Arbeit gleich ins Trikot schlüpfte und erst zur Halbzeit eingewechselt wurde, erzielten die Tore. Damit gehen beiden Teams mit eindrucksvollen Siegesserien in das Derby. Der TuS ist seit neun Spielen (8 Siege, 1 Remis) ungeschlagen, Süd hat seit sechs Spielen (5 Siege, 1 Remis) nicht mehr verloren. Der TuS Grevenbroich ist inzwischen bis auf Rang fünf vorgerückt und auch Süd muss sich mit sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge deutlich weniger Sorgen machen. „Beide gehen deutlich entspannter ins Spiel“, weiß TuS-Coach Michele Fasanelli. In der Vorbereitung hat er auf besondere Maßnahmen verzichtet, sendet aber eine deutliche Botschaft an sein Team: „Wir müssen eine Schippe drauflegen, wenn wir am Sonntag gewinnen wollen.“

Gegenüber Alexander Hermel kündigte schon an: „Bei uns brennt die Hütte. Wir sind hoch motiviert.“ Passenderweise spielen um 13 Uhr schon die zweiten Mannschaften in der Kreisliga B gegeneinander. Damit ist Unterstützung auf beiden Seiten garantiert. Besonders im Fokus wird am Sonntag das Brüderduell stehen. Berkay Köktürk trifft auf seinen älteren Bruder Murat. Murat war jahrelang der Torgarant bei Grevenbroich-Süd, wechselte im Sommer aber zum Stadtrivalen. Berkay kickte bis zum Winter noch in Wevelinghoven, kehrte dann zurück und trifft seitdem fast, wie er will. Auch für Trainer Alexander Hermel könnte es ein ganz besonderes Spiel werden. Er wird im Sommer vermutlich endgültig den Schritt vom Spieler zum Trainer gehen. „Vielleicht spiele ich gegen den TuS noch mal zehn Minuten. Dann kann ich beruhigt aufhören und mich ganz dem Trainerjob widmen“, meint Hermel, der im Sommer als Süd-Coach weitermachen will.

Gartz freut sich auf Wiedersehen Die Sportfreunde Vorst empfangen am Sonntag den SC Grimlinghausen. Für Vorsts Trainer Jörg Gartz ist es ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub. Von 2011 bis 2013 war er Trainer in Grimlinghausen. Spieler wie Fabio Dittrich, Jens Faßbender, Christian Klatetzki oder Kevin Wieland hat er damals selbst noch trainiert. Sogar Grimlinghausens Trainer Milad Bastanipour gehörte teilweise seinem Kader an. „Ich freue mich darauf, dass eine oder andere bekannte Gesicht wiederzusehen – auch am Spielfeldrand“, erklärte Gartz, auch wenn die Stimmung in Vorst aktuell nicht so gut ist. Zuletzt kassierten die Sportfreunde zwei heftige Klatschen (0:11 gegen Nievenheim, 2:7 gegen Rosellen). „Wir trainieren gut. Jetzt müssen wir die einfachen Fehler abstellen, dann wird das wieder“, ist sich Gartz sicher. Grimlinghausen kehrt nach einer Corona-Zwangspause zurück in den Spielbetrieb. Ob die zuletzt an Corona infizierten Spieler aber schon wieder auf dem Platz stehen, ließ Coach Bastanipour offen. Er wolle da kein Risiko eingehen.

Die weiteren Spiele des Wochenendes. Der SV Glehn empfängt das Schlusslicht Hoisten und der VfR Neuss muss zu Hause gegen den SVG Grevenbroich ran. Erst um 17 Uhr ist Jüchen II dann gegen den TuS Hackenbroich gefordert.