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1. FC Grevenbroich-Süd hofft auf Umschwung durch eine Krisensitzung

Fußball : FC-Süd hofft auf Umschwung durch eine Krisensitzung

Unter der Woche lud FC-Coach Jürgen Latajka seine Schützlinge zu einer schonungslosen Aussprache ein. Probleme auch in Glehn und beim VfR Neuss.

In der Fußball-Kreisliga A haben nach neun Spieltagen einige Teams mit großen Personalproblemen zu kämpfen.


Krisensitzung bei Süd Sechs Punkte aus sieben Spielen – der 1. FC Grevenbroich-Süd findet sich in ungewohntem Terrain wieder, die Truppe aus Neuenhausen ist Vorletzter. Nur einen Zähler holte Süd aus drei Spielen – deshalb greift Latajka jetzt zu drastischeren Maßnahmen. Unter der Woche lud der Coach seine Jungs zur Krisensitzung ein. „Wir haben uns mal alles an den Kopf geworfen und richtig ausgesprochen.“ Die Konsequenz: Das Spielsystem wird umgestellt. Statt auf die klassische Vierer- setzt Süd jetzt wieder auf eine Dreierkette. Im Kreispokal warf Süd daraufhin den Bezirksligisten SG Rommerskirchen/Gilbach mit 4:3 nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb – und dies, obwohl die Grevenbroicher nach 37 Minuten nur noch zu zehnt waren. „Da haben wir genau so gespielt, wie ich mir das vorstelle“, sagt Latajka, der nun hofft, dass die Leistung keine Eintagsfliege war. Am Sonntag trifft der 1. FC Grevenbroich-Süd auf Delhoven. „Ich habe großen Respekt vor dem Gegner“, sagt Latajka. Doch das zähle jetzt nicht mehr. „Es müssen Punkte her. Wir müssen unbedingt mal in die Gänge kommen.“

Glehner Talfahrt Zehn Punkte aus den ersten sechs Spielen, damit konnte man in Glehn eigentlich zufrieden sein. Doch seit Anfang Oktober ist der Wurm drin – Glehn ist in diesem Monat noch punktlos. Der Grund: „Wir haben durchgehend Personalprobleme“, berichtet Trainer Stefan Laucke. Der Coach saß zuletzt sogar selbst auf der Bank, weil ihm die Spieler ausgegangen sind. „Ich hoffe, dass wir endlich mal elf gesunde Spieler auf den Platz bringen können“, so Laucke. Gegen Kaarst soll am Sonntag endlich wieder ein Sieg her, sonst droht der Tabellenkeller.

VfR Neuss in Schwierigkeiten Die Personalsituation ist aber nicht nur beim SV Glehn angespannt, der VfR Neuss kämpft mit ähnlichen Problemen. „Bei uns geht es drunter und drüber. Von meinem 22-Mann-Kader sind zehn bis zwölf Spieler verletzt oder angeschlagen“, sagt Trainer Cengiz Yavuz. Dabei war der VfR eigentlich auf dem aufsteigenden Ast, kassierte dann aber eine Pokal-Pleite gegen Delrath und musste sich in der Liga zuletzt Kaarst mit 0:4 geschlagen geben. „Ich bin froh, dass wir schon 13 Punkte haben, sonst wäre die Situation noch dramatischer“, so Yavuz. Gegen den FC Zons muss der VfR auf Max Kram und Hasan Ulusoy verzichten – so entsteht ein Engpass im Abwehrzentrum. Offensiv fehlt Angreifer Kwadwo Atta-Yeboah noch die gesamte Hinrunde.

Weitere Partien des Wochenendes Der SC Grimlinghausen trifft auf den TuS Hackenbroich. Der SV Rosellen ist zu Hause gegen den TuS Grevenbroich gefordert. Jüchen/Garzweiler II reist zum VdS Nievenheim. Die Sportfreunde Vorst gastieren beim SVG Grevenbroich und der SV Bedburdyck/Gierath muss daheim gegen den VfR Büttgen ran.