Rhein-Kreis Neuss: Solaranlage auf Euromoda-Dach erweitert

Rhein-Kreis Neuss: Solaranlage auf Euromoda-Dach erweitert

2000 Quadratmeter umfasst die Solaranlage bisher, möglich sind insgesamt rund 8000 Quadratmeter.

Allein die Heiz- und Lüftungstechnik für das Atrium und die Flure des Euromoda-Centers verbraucht viel Strom. Auch der Aufzug ist ein Stromfresser. Den finanziellen Aufwand tragen anteilsmäßig die Mieter, die darüber hinaus den Strom in ihren eigenen Räumlichkeiten bezahlen. Um die Kosten zu senken oder zumindest stabil zu halten, entstand auf dem Dach des Centers seit dem vorigen Jahr eine Photovoltaikanlage, die inzwischen 2000 Quadratmeter groß ist und noch erweitert werden kann.

In den vergangenen zehn Jahren konnten die Nebenkosten stabil gehalten werden, heißt es. "Der Kostenfaktor Nummer eins im Haus ist die Energie. Auf dem Feld wollen wir wachsam sein und nicht einfach die Umlage der Mieter damit weiter belasten", sagt Center-Manager Udo Wibbeke. Darum setzt das Modecenter auf Sonnenenergie und produziert selbst Strom. Nach den ersten 600 Quadratmetern im vorigen Jahr sind seit Anfang 2014 insgesamt 2000 Quadratmeter Photovoltaikanlage auf dem Dach des Centers in Betrieb. "Grob geschätzt sind bis zu 8000 Quadratmeter möglich", sagt der Center-Manager. Einige Bereiche auf der insgesamt 12 000 Quadratmeter großen Dachfläche sind durch Haustechnik belegt, auch das oberste Parkdeck bleibt von den Plänen unberührt.

Stündlich kann Wibbeke den aktuellen Ertrag der Solaranlage abrufen. Bisher hat sie rund 87 000 Kilowattstunden produziert. "Das sind etwa zehn Prozent unseres Gesamtaufwands für Strom", sagt er. Der Solarstrom wird über eine rückwärts zählende Uhr registriert und mindert so den zu bezahlenden Gesamtverbrauch.

Das Euromoda am Hammfeld beherbergt zurzeit rund 280 Mieter, hinzu kommen kleine und große Hausmessen unterschiedlichster Branchen, Seminare und Prüfungsveranstaltungen. Nur wenige Ladenlokale sind nicht vermietet. "Geringe Nebenkosten sind hier ein wichtiger Marktvorteil", so der Center-Manager. Mit einer Mülltrennung und eigener Vorsortierung im Haus werden bereits Gebühren für die Entsorgung gespart, eine Umrüstung der Beleuchtung auf leistungsstärkere und dennoch verbrauchsärmere LED-Technik ist in vollem Gange. Ein modernes Steuerungssystem soll für ein effizientes Heizen und Kühlen sorgen.

Damit die Solaranlage einwandfrei arbeitet, wird sie von Haustechnikern wie Anton Lindemann überwacht. "Wir sind insgesamt fünf Haustechniker und alle unterschiedlich ausgebildete Handwerker", sagt Lindemann. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach bedürfe nur einer regelmäßigen Wartung. "Und sie produziert auch Strom, wenn es bewölkt ist", sagt Wibbeke. Die Initiative pro Solarstrom ging vom Manager selbst aus. Auf dem Dach seines Eigenheims nutzt er selbst die Sonnenenergie und weiß deshalb, dass sich Leistung und Kosten bei einer Solaranlage einfach hochrechnen lassen von zehn auf 10 000 Quadratmeter. So habe sich dann auch der Eigentümer des Modecenters schnell von der Investition überzeugen lassen.

(stef)
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