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So viel Innovation steckt im Rhein-Kreis – Unternehmen erhalten Zuschuss

Förderprogramm : So viel Innovation steckt im Rhein-Kreis

Seit dem 1. Februar können sich kleine und mittlere Unternehmen aus dem Rhein-Kreis mit ihren Ideen für das Innovations- und Investitionsförderprogramm „Inno-RKN“ bewerben. Jetzt gab es die ersten vier Zusagen.

Das Innovationsförderprogramm „Inno-RKN“ ist Teil der „Digitalisierungsstrategie Wirtschaft“ der Kreiswirtschaftsförderung. Ziel der Kampagne ist es, den Kreis insgesamt als Innovations- und Gründerkreis auszubauen. Die ersten vier Betriebe aus dem Rhein-Kreis dürfen sich über eine Förderung freuen. Insgesamt stellt der Kreistag 300.000 Euro pro Jahr bereit, um Unternehmen mit Sitz im Rhein-Kreis Neuss bei der Umsetzung ihrer innovativen Projekte zu unterstützen. „Ich freue mich sehr darüber, dass das Programm so gut angenommen wird und Unternehmen bei uns schnell und unkompliziert mit einem Zuschuss bei ihrer Innovationstätigkeit unterstützt werden können“, sagt Kreisdirektor Dirk Brügge.

Jennifer und Jannik Wetzel gehören zu den ersten, denen diese Förderung zuteil wird. Mit ihrem Produkt „Wachsling“ haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, Verpackungen nachhaltig zu gestalten. Deshalb produzieren sie Bienenwachstücher. Mit dem Geld des Kreises soll eine effizientere Herstellung gewährleistet und die Annahme größerer Aufträge ermöglicht werden. „Wir freuen uns sehr über den Zuschuss, um damit unsere Produktion auszubauen und noch mehr Menschen von der natürlichen Alternative zu Alu- und Frischhaltefolien zu überzeugen“, sagen die Geschäftsführer.

Auch die Bildquadrat GmbH, die im Bereich der Film- und Fernsehproduktion beheimatet ist, wird vom Kreis unterstützt. Der Betrieb bietet Livestream- und Videoübertragungen für Unternehmen und Rundfunkanstalten an. Der Zuschuss soll helfen, die Produktion künftig vor allem vom Hauptstudio aus zu bewerkstelligen, um so Ausgaben und Emissionen zu reduzieren. „Das ermöglicht uns, Vorreiter im Bereich der Remote-Livestream-Produktion zu werden und die eingesparten Ressourcen an anderer Stelle einzusetzen“, sagt Geschäftsführer Niklas Windeck.

Schon seit 1988 ist das Familienunternehmen „WSC-Neuss Roland Matthes“ im Motorradhandel mit eigener Werkstatt tätig. Mit 5000 Euro Zuschuss des Programms möchte der Betrieb seinen Online-Shop weiter ausbauen und ein Forum entwickeln. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch den Rhein-Kreis Neuss, um unser Unternehmen in der digitalen Transformation weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Roland Matthes.

Auch das 2015 gegründete Unternehmen „Corevas“ aus Grevenbroich kann sich über den Zuschuss von 5000 Euro. Es arbeitet daran, die Krisenkommunikation weiter zu optimieren. Die EmergencyEye-Software kommt schon bei vielen Leitstellen in Deutschland zum Einsatz. Dadurch kann die Verortung eines Unfalls gelingen. Um Sprachgrenzen zu überwinden, sind Gründer Günter Huhle und seine Kollegen dabei, eine Chatmöglichkeit mit Übersetzungsfunktion einzurichten. „Mit unseren Innovationen möchten wir die Kommunikation in einem Notfall, einer Krise oder auch nur für eine Fehler- oder Problemmeldung verbessern“, sagt Huhle.