Der "Heiße Draht": Ausgerutscht und eingefroren: Seitenstraßen noch vereist

Der "Heiße Draht": Ausgerutscht und eingefroren : Seitenstraßen noch vereist

Else Müller geht in diesen Tagen nicht auf die Straße. Die 90-jährige Neusserin hat Angst, auf dem Glatteis zu stürzen. "Vor meiner Haustür an der Kaarster Straße ist noch nicht geräumt worden", sagt sie empört. "Unmöglich" sei das. Dass der Fußweg sehr rutschig ist, das sieht sie schon von ihrem Fenster aus.

Auch den Abteiweg scheint der Winterdienst vergessen zu haben. "Völlig vernachlässigt" seien die Gnadentaler Nebenstraßen", meint Martina Linden . Auf diesen könne man ja Schlittschuh fahren. Zwar sehe sie ein, dass Bushaltestellen und Hauptstraßen Priorität genössen, doch so lange könne eine Räumung doch nicht dauern. Ein weiteres Problem sei, dass der Abteiweg eine Einbahnstraße sei, der für Fahrradfahrer in beide Richtungen freigegeben ist. "Die unübersichtliche Straße, ist im Moment sehr gefährlich", weiß Martina Linden. Da auch Schüler diesen Weg nähmen, müsste dort unbedingt gestreut werden.

Spiegelglatt sei es auch am Weißenberger Weg in der Nordstadt. Trotz zwei angrenzender Schulen und Kindergärten sei dort noch kein Winterdienst gesichtet worden. Bernhardine Werner kann es nicht fassen: "Ich habe das Gefühl, als würde ich in der Eifel wohnen", sagt sie. Die Straße sei noch nicht einmal vom Laub befreit worden - eine zusätzliche Rutschgefahr bei Tauwetter. Zudem wundert sie sich, dass andernorts viel besser geräumt sei. "Auf einem Feldweg in Büttgen hatte der Winterdienst gestreut. Das habe ich dort am wenigsten erwartet."

Der Neusser Helmut Höcker beklagt, dass bis Dienstag Mittag die Liedmannstraße noch vereist war. Das Kopfsteinpflaster sei kaum befahrbar. Zudem sei seine Frau auf dem Weg zum Zahnarzt an der Erftstraße fast gestürzt. Nur mit Mühe hätte sie sich noch an einem Auto festhalten können. sz

(NGZ)
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