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Schulen berichten von Corona-Herausforderungen

Rhein-Kreis Neuss : Schulen berichten von Corona-Herausforderungen

Die Kreisverwaltung hat im Schul- und Bildungsausschuss jetzt einen Bericht über die Bewertung ihrer Schulen zur Corona-Situation vorgelegt. Der Tenor: Es gab einige Herausforderungen zu meistern.

Insgesamt habe das Unterrichtsprinzip an den Schulen in der Verantwortung des Rhein-Kreises während der Pandemie funktioniert, erklärte die Kreisverwaltung jetzt bei der Sitzung des Schul- und Bildungsausschusses im Kreishaus in Grevenbroich. Die Schule habe sich „gewaltig geändert“, erschwerend sei hinzugekommen, dass teilweise kurzfristig Wünsche, Hinweise und Forderungen der Landesregierung umgesetzt werden mussten. Das sei nicht immer leicht für Schüler, Lehrern und Eltern gewesen, aber es habe dank des Zusammenspiels vieler geklappt. Seit 31. Mai gilt bei einer stabilen Inzidenz unter 100 durchgängiger Präsenzunterricht bis zu den Sommerferien für die Schüler aller Schulformen.

Interessante Erfahrungen habe es bei den Berufsbildungszenten (BBZ) mit dem Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht gegeben. Dabei wurden sehr unterschiedliche Unterrichtsmodelle praktiziert. Der Wechselunterricht erfordere zweigleisige Betreuung, sei daher organisatorisch sehr aufwändig gewesen. Am BBZ Grevenbroich wäre für einige Bildungsgänge der durchgängige Distanzunterricht vorteilhafter gewesen, räumt das Kreisschulamt selbstkritisch ein. Am BTI Neuss–Hammfeld konnte die gute digitale Ausstattung und die fachkompetente Unterstützung einen guten Beitrag zum Gelingen des Präsenz-Wechselunterrichts leisten. Das BBZ Dormagen hat gute Erfahrungen mit geteilten Klassen im wöchentlichen Wechsel gemacht. Am BBZ Weingartstraße wurden gute Erfahrungen mit Hybrid, bei der die halbe Klasse vor Ort und die halbe Klasse von zu Hause zugeschaltet war, gemacht, obwohl dies für das Lehrpersonal sehr herausfordernd gewesen sei. Die Förderschulen berichteten größtenteils von guten Erfahrungen. Allerdings stellte die Notbetreuung organisatorisch eine Herausforderung dar.

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Nicht nur der den Corona-Regeln angepasste Unterricht prägte das Schulgeschehen, sondern auch die zunehmende Digitalisierung mit dem Angebot, leihweise Tablets für den schulischen Gebrauch zu erhalten. Überraschenderweise ist die Kreisverwaltung an den BBZ nicht alle Endgeräte „los geworden“. Es wird vermutet, dass die Schüler dieser Altersklasse technisch doch besser ausgestatten sind, als gedacht worden war. Insgesamt 346 Geräte, die im Rahmen des Digital-Pakts Schule angeschafft werden konnten, sind an BBZ und Förderschulen abgegeben worden. Insgesamt 349 Geräte lagern noch bei der Kreisverwaltung. Auch sie sollen Empfänger finden.