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Rhein-Kreis Neuss: RWE: 200 zusätzliche Azubis

Rhein-Kreis Neuss : RWE: 200 zusätzliche Azubis

Rhein-Kreis Neuss/Köln Die RWE AG steht derzeit unter Beschuss von vielen Seiten: Gerüchte um eine Übernahme durch den französischen Energiekonzern Electricité de France (EdF) machen die Runde, die EU-Kommission wirft dem Versorger eine marktbeherrschende Stellung auf dem Gassektor vor, und dann ist da noch die Diskussion um den Klimawandel, die der Essener Konzern mit seinen Kohlendioxid-Schleudern in Frimmersdorf und Niederaußem noch befeuerte - da schien Erwin Winkel, Personalvorstand von RWE Power froh zu sein, am Montag in der Kölner Zentrale positive Zahlen vermelden zu dürfen: Bis 2008 will RWE 250 neue Mitarbeiter im rheinischen Revier einstellen.

Rhein-Kreis Neuss/Köln Die RWE AG steht derzeit unter Beschuss von vielen Seiten: Gerüchte um eine Übernahme durch den französischen Energiekonzern Electricité de France (EdF) machen die Runde, die EU-Kommission wirft dem Versorger eine marktbeherrschende Stellung auf dem Gassektor vor, und dann ist da noch die Diskussion um den Klimawandel, die der Essener Konzern mit seinen Kohlendioxid-Schleudern in Frimmersdorf und Niederaußem noch befeuerte - da schien Erwin Winkel, Personalvorstand von RWE Power froh zu sein, am Montag in der Kölner Zentrale positive Zahlen vermelden zu dürfen: Bis 2008 will RWE 250 neue Mitarbeiter im rheinischen Revier einstellen.

"Im laufenden und im kommenden Jahr werden wir Personal neu einstellen - in den Kraftwerken, den Tagebauen, der Veredelung und der Verwaltung", sagte Winkel. Ein positives Signal wohl auch an den Kraftwerksstandort Grevenbroich.

Auch bei den Azubis will RWE zulegen. Bis 2011 werden laut Winkel zusätzlich 200 Ausbildungsplätze angeboten. Der Schwerpunkt liege auf Elektronikern, Mechatronikern und Mechanikern. Auch für das im September startende Ausbildungsjahr suche der Konzern noch Azubis.

Winkel: Für diejenigen Jugendlichen, die keine Lehrstelle bekommen haben, habe RWE die berufsvorbereitende Maßnahme "Ich pack' das!" aufgelegt. Konzernweit würden jährlich 100 junge Menschen auf die Anforderungen einer Berufsausbildung vorbereitet - 42 von ihnen in den Ausbildungszentren in Frechen, Eschweiler und Grevenbroich.

Dr. Dieter Gärtner, Leiter der Konzernsparte Tagebau, verwies noch einmal auf den wirtschaftlichen Strahleffekt der Braunkohle-Investitionen auf die Region: Mehr als 200 Millionen Euro habe der Konzern für Technik und Logistik in die Hand genommen - Aufträge in Höhe von 70 Millionen seien davon Unternehmen in der Region zugute gekommen.

Danach gab er einen aktuellen Stand der Feinstaubproblematik: Die Belastung in Niederzier aus Richtung Tagebau Hambach habe reduziert werden können, das Unternehmen sei nun zuversichtlich, dass auch in Gustorf das Maßnahmenpaket greife. 50 Prozent der zugesagten Vorhaben seien inzwischen realisiert.

Zuletzt sprach Theo Tippkötter, Koordinator der Sparte Braunkohle, über den aktuellen Stand des Kraftwerks Frimmersdorf. Der Bau der BoA-Blöcke 2 und 3 in Neurath liege voll im Zeitplan, die erste Kesselstütze werde im Sommer gesetzt.

Bis 2010 sollen mit den BoA-Anlagen in Niederaußem und Neurath rund neun Millionen Tonnen Kohlendioxid im Vergleich zu den Altanlagen bei gleicher Stromproduktion eingespart werden. Das sei der Beitrag des Konzerns für den Klimaschutz.

Tippkötter: "Es geht nicht um die Frage ,Kohle ja oder nein' - es geht darum, die Kohle möglichst klimafreundlich zu verstromen."

(NGZ)