Roncallis Apollo-Varieté in Düsseldorf zeigt neue Show als Hommage an Hamburg

Das neue Programm in Roncallis Apollo-Varieté : Die große Hamburg-Party am Rhein

Während sich auch im Rheinland allerorten Oktoberfeststimmung breit macht und Dirndl und Krachlederne in den Regalen liegen, bietet Roncallis Apollo-Varieté noch bis zum 20. Oktober das vielleicht extremste Kontrastprogramm zum Wiesn-Hype.

„Hamburg – auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ heißt das neue Programm nach einer Idee von Roncalli-Gründer Bernhard Paul.

Auf der Bühne im Haus unter der Kniebrücke wird gefeiert, kultig wie zwischen Elbestrand und Alster. Noch bevor sich der Vorhang öffnet, tönen Songs von Udo Lindenberg durch den Saal und gedanklich entschwebt das Publikum in Richtung Norden. Spätestens bei „St. Pauli“ von Jan Delay ist klar: Auch in Düsseldorf „ist noch lange nicht Schicht“.

„Hamburg“ im Apollo begeistert mit viel Musik – und damit ist nicht nur Hans Albers‘ „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ gemeint. Roncalli-Direktor Bernhard Paul hat extra für diese Show seine langjährigen Freunde „Rudolf Rock und die Schocker“ nach Düsseldorf geholt. Mit Frontfrau und Rockröhre Susi Salm an der Spitze liefern sie den Soundtrack für die Show, die in Erinnerungen schwelgt – der legendäre Star Club lässt grüßen –, ganz ohne angestaubt zu wirken. Selbst im Apollo, in dem das Publikum gern herzlich-rheinisch feiert, nicht die Regel: Hier fliegen die Hände hoch, die Stühle rücken nach hinten und es wird getanzt – so gar nicht hanseatisch unterkühlt, eben eher Reeperbahn in Feierlaune.

Mit einer Auswahl herausragender Artisten kommt dann zur Stimmung noch das Staunen. Über Helena Lehmann zum Beispiel, die mit einer spektakulären Mischung aus Akrobatik, Tanz und Pole Dance begeistert. Das Duo Limitless scheint mit fast grenzenloser Körperbeherrschung gesegnet bei seiner Hand-auf-Hand-Akrobatik, während sich drei Ungarn Gabor Boros, Geza Papp und Attila Gyarmathy als Trio Bokafi mit dem Schleuderbrett gegenseitig furchtlos und bis hoch unter die Bühnendecke katapultieren und dort ihre Salti drehen.

Das Ganze spielt in einem bunten Bühnenbild mit teils herrlich schrägen Kostümen, die nicht ganz zufällig an eine Show von Udo Lindenberg erinnern: Seine Ausstatterin war auch im Apollo am Werk. Gute Arbeit, sollte man gesehen – und gehört - haben.

Info Tickets ab 23,90 Euro:
westticket.de, Telefon 0211 274000

Hier geht es zur Bilderstrecke: „Hamburg“ am Rhein - Apollo-Varietè feiert Reeperbahn und Co.

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