Rommerskirchen plant Wohnungen für 450 Neubürger

Rommerskirchen auf der Immobilienmesse Expo Real: Gemeinde plant Wohnungen für 450 Neubürger

Auch Gastronomie und Hotellerie sind Themen für die Gemeinde bei der Expo Real.

Unter dem Arbeitstitel „Wohnen an der Bergheimer Straße“ soll in Rommerskirchen innovative Wohnentwicklung vorangetrieben werden. Für junge Familien ebenso wie für Senioren, sowohl für den schmalen Geldbeutel als auch für Haushalte mit doppeltem Einkommen – so ließe sich zusammenfassen, was Rommerskirchen in Sachen neues Wohnen plant. Die Rede ist von sieben Hektar neuer Wohnbaufläche im Ortsteil Gill entlang der Bergheimer Straße.

Unter dem Stichwort bezahlbares Wohnen reicht die geplante Bandbreite vom freistehenden Einfamilienhaus, über Reihenhäuser bis zur Immobilie mit mehreren Parteien. Dabei sollen sich die neuen Gebäude mit maximal zweieinhalb Geschossen in die bestehende Bebauung gut einfügen. Rund 450 Neubürger könnte Rommerskirchen dadurch bekommen. Für die kleine Gemeinde ist es ein gewaltiges Projekt, das man nun auch auf der Expo Real vorstellen möchte. „In München suchen wir dafür noch Kooperationspartner im Bereich Gefördertes Wohnen“, sagt Bürgermeister Martin Mertens.

Gut 20.000 Quadratmeter neue Gewerbeflächen stehen im über 20 Hektar großen Gewerbepark noch zur Verfügung. Foto: Standort Niederrhein GmbH

Um dieses große Projekt stemmen zu können, arbeitet die Gemeinde Rommerskirchen im Rahmen des Programms „Kooperative Baulandentwicklung“ mit der Landesregierung zusammen. Zur Unterzeichnung einer entsprechenden Rahmenvereinbarung war die zuständige Ministerin Ina Scharrenbach für den 4. Oktober gemeinsam mit Vertretern der NRW.Urban in Rommerskirchen angekündigt. Im Zeichen der „Kooperativen Baulandentwicklung“ steht NRW.Urban nach Eigendarstellung „interessierten Kommunen als ,Entwicklungsgesellschaft auf Zeit’ zur Seite“. Die Gesellschaft kauft die Grundstücke, hilft bei der Entwicklung, Erschließung und Vermarktung der Flächen. Außerdem übernimmt sie das Projektmanagement und die Abrechnung des Projektes.

Der erste Spatenstich soll im Jahr 2020 erfolgen. Bürgermeister Mertens zeigt sich bereits heute begeistert: „Es wird eine schöne, hochmoderne Siedlung mit innovativem Ansatz.“ So soll unter anderem unter energetischen Gesichtspunkten gebaut werden. Das Zusammenleben aller Generationen ist für die Gemeinde Rommerskirchen ein wichtiger sozialer Ansatz. Seniorengerechte Planungen gehören ebenso dazu wie eine neue Kindertagesstätte.

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Ganz nach dem Slogan der Gemeinde Rommerskirchen „Entspannt leben – erfolgreich arbeiten“ stehen neben der Wohnentwicklung auch weitere Ansiedlungen im Bereich Gewerbe im Fokus der auf der Expo geplanten Gespräche von Bürgermeister Mertens, Wirtschaftsförderin Bele Hoppe sowie Carsten Friedrich, Leiter des Fachbereichs Planung, Gemeindeentwicklung und Mobilität. So hoffen die Rommerskirchener Vertreter auf interessierte Investoren für die vorerst letzte Fläche von rund 3.000 Quadratmetern am Einzelhandelsschwerpunkt „Mariannenpark“. Zur Abrundung der Angebotsstruktur wäre ein Fachmarkt ideal. Zudem soll der Bereich Gastronomie und Hotellerie in der Gemeinde wachsen. Das war bereits auf der letzten Expo ein großes Thema. „Diesen Auftrag aus der Heimat nehmen wir wieder mit nach München“, betont der Bürgermeister.

Darüber hinaus im Gepäck ist der wachsende Gewerbepark. Dort  stehen laut Bele Hoppe noch rund 20.000 Quadratmeter zur Verfügung, 7000 Quadratmeter zusammenhängend. „Wir könnten jede freie Fläche drei- oder viermal verkaufen“, fasst der Bürgermeister das Luxusproblem zusammen. Warum also noch Bieter suchen? „Wir möchten bestmögliche Käufer finden, die beispielsweise besonders viele Arbeitsplätze an den Standort bringen.“

Kontakt Gemeinde Rommerskirchen, Wirtschaftsförderung, Bele Hoppe, Bahnstraße 51, 41569 Rommerskirchen, 02183 80084, bele.hoppe@rommerskirchen.de

(dabo)
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