Rhein-Kreis: Spielplatz und Kiosk für das Kulturzentrum Sinsteden

Neue Angebote in Rommerskirchen : Ein Spielplatz fürs Kulturzentrum Sinsteden

50.000 Euro will der Rhein-Kreis für einen Spielplatz und einen Kiosk im Kulturzentrum ausgeben. Der Eintritt soll auch nach einem Jahr weiter frei sein.

Das Kreiskulturzentrum Sinsteden liegt der UWG/Die Aktive am Herzen. Sie wollen, dass mehr Besucher kommen und die Anlage attraktiver wird. Daher hatten sie bereits im Finanzausschuss im März der Verwaltung einen Maßnahmenkatalog vorgelegt, in der Hoffnung, dass die einzelnen Vorschläge umgesetzt werden.

Dazu gehörten unter anderem eine auffällige Beschilderung (im Hinblick auf die neue Umgehungsstraße, die im Herbst fertig wird), die Erarbeitung eines Rundgangs für die Landmaschinenhalle, Verbesserung der Busverbindungen, Installation einer E-Bike-Station. Außerdem sprach sich die Fraktion dafür aus, den kostenlosen Eintritt (seit 15. Juli 2018) unverzüglich aufzuheben. Denn, so heißt es in der Begründung: Da die Besucherzahl mit Ausnahme der Schüler (museumspädagogisches Angebot) weiterhin rückläufig sei, könne nur eine Attraktivierung des Zentrums mehr Besucher anziehen.

Zumindest einen Teilerfolg kann sich die Partei nun auf die Fahne schreiben: Denn, einstimmig bei einer Enthaltung, stimmten die Mitlieder des Kulturausschusses dafür, die Verwaltung zu beauftragen, 50.000 Euro für den Bau eines Kinderspielplatzes sowie für einen Kiosk einzusetzen.

Den sieht die Verwaltung aber im Zusammenhang mit dem Café, spricht dabei von einer „gastronomischen Gesamtlösung“, heißt, der Kiosk sollte, damit dieser nicht in Konkurrenz zum Café stehe, von dessen Inhaber betrieben werden. Das wird nun bei der Suche nach einem neuen Gastronom beachtet. Denn zum Ende Juni hatte der aktuelle Pächter das Café verlassen.

Was allerdings die Eintrittsfreiheit angeht, ist die Verwaltung nach wie vor der Meinung, im vergangenen Jahr richtig entschieden zu haben, um so „die uneingeschränkte Teilhabe an den Ausstellungen“ zu ermöglichen.

Außerdem konnte die Verwaltung neue Zahlen vorlegen. Und die belegen, dass die Besucherzahl inklusive der Veranstaltungen im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent gestiegen sei (2018: 3569 Besucher; 2019: 4500 Besucher). Bis auf Martina Flick (UWG) und Johannes Georg Patatzki (parteilos) stimmten denn auch die Ausschuss-Mitglieder für den Vorschlag, dem Kreistag zu empfehlen, bis auf weiteres weiterhin keine Eintritte in Sinsteden zu verlangen.

Was eine auffälligere Beschilderung angeht, konnte Kulturdezernent Tillmann Lonnes nur darauf verweisen, dass Gespräche mit der Landesregierung vorgesehen seien, da es sich um eine öffentliche Beschilderung handle.

Das Thema „Umgestaltung des Eingangsbereichs“ brachte denn Josef Kirberg (Bündnis 90/Die Grünen) auf den Tisch. Da allerdings könne der Rhein-Kreis, wie Lonnes erklärte, nichts bewegen, da er nicht der Eigentümer sei. „Wir werden aber mit der Gemeinde Rommerskirchen sprechen“, ergänzte der Dezernent.

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