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Rhein-Kreis: SPD und Grüne sprechen sich den Einsatz von Bildungskarten aus

Hilfen im Rhein-Kreis : SPD und Grüne sprechen sich für die Einführung einer Bildungskarte aus

Die beiden Kreistagsfraktionen SPD und Bündnis90/Die Grünen wollen weniger Bürokratie, um die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets in Anspruch nehmen zu können.

Um den in ihren Augen erheblichen bürokratischen Aufwand abzuschaffen und so den Bezug der sogenannten „Teilhabeleistungen“ zu erhöhen, wollen die beiden Kreistagfraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen eine Bildungskarte einführen. Dafür stellen sie einen gemeinsamen Antrag in der nächsten Sitzung des Sozialausschusses, die für den 8. Februar geplant ist. Bisher läuft das Verfahren für Mädchen und Jungen unter 15 Jahren im Hartz-IV-Bezug nämlich so: Für jede Leistung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) muss ein Antrag mit entsprechenden Nachweisen gestellt werden. „Die primäre Zielgruppe dieser BuT-Leistungen sind Kinder und Heranwachsende. Durch die Einführung der Bildungskarte soll das bürokratische Bildungs- und Teilhabepaket so einfach we möglich umgesetzt werden. Damit wollen wir die Teilhabe für alle Kinder im Rhein-Kreis Neuss sicherstellen“, sagt Angela Stein-Ulrich, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Grünen im Kreistag. Geplant ist ein Abrechungsverfahren mit denen, deren Leistungen in Anspruch genommen werden, also zum Beispiel Sportvereine oder Caterer. Über die Karte wird abgebucht, so dass keine Einzelanträge mehr gestellt werden müssen. „Der hohe Bürokratieaufwand hat zur Folge, dass die BuT-Leistungen kaum abgerufen werden und deshalb bei Kindern nicht ankommen“, meint Sabine Kühl, sozialpolitische Sprecherin der SPD. 2019 (Zahlen für 2020 liegen noch nicht vor), so teilt das Kreissozialamt auf Nachfrage mit, seien insgesamt 4,55 Millionen ausgegeben worden. Davon das Meiste für die Mittagsverpflegung sowie die Schulbedarfspakete.

(goe)