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Rhein-Kreis: So trifft der Stark- und Dauerregen die Landwirtschaft

Landwirtschaft im Rhein-Kreis : Bauern hoffen auf durchschnittliche Ernte

Nach drei Jahren mit Hitzerekorden, Dürre und Wasserknappheit sehen die Landwirte im Rhein-Kreis nach den starken Regenfällen der Getreide-Ernte optimistisch entgegen.

Die starken Regenfälle in den vergangenen Wochen, die vielerorts für Katastrophen sorgten, Menschenleben forderten und viele um ihr Hab und Gut brachten, werden, wagt Wolfgang Wappenschmidt, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mönchengladbach-Neuss, eine Prognose, der Getreideernte in diesem Jahr zugute kommen.

„Allerdings, erst wenn die Ernte in der Scheune ist, ist man auf der sicheren Seite“, sagt er. Doch der Optimismus ist groß, dass nach drei Jahren Hitzerekorden, Dürren und Wasserknappheit in diesem Jahr die Erträge wieder auf einem durchschnittlichen Niveau liegen werden. So seien zwar im vergangenen Herbst die Witterungsbedingungen bei der Aussaat von Gerste, Weizen, Hafer und Maik gut gewesen, doch trotz des Regens, so Wappenschmidt, seien die Unterböden auf den Äckern immer noch zu trocken. Eingefahren wird aktuell bereits die Gerste, der Weizen dagegen, sagt der Landwirt, sei noch nicht reif. Und nun sei ein trockenes und warmes Wetter wichtig und keine zu hohe Luftfeuchtigkeit – maximal 15 Prozent wären wünschenswert. Ansonsten drohten den Ackerkulturen Krankheiten. „Wir wissen nicht, was wettertechnisch noch auf uns zukommt“, sagt Wolfgang Wappenschmidt und fährt fort: „Am schlimmsten wären in den kommenden Wochen Hagelschläge. Denn die würden die Ähren komplett zerstören.“ Laut Landwirtschaftskammer wurden 2020 in NRW 507.100 Hektar Getreide angebaut (Winterweizen: 239.100, Wintergerste: 153.700 Hektar).

(goe)