1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis

Rhein-Kreis: So läuft es in dem Kontaktbüro für Pflegende im Rhein-Kreis Neuss

Kontaktbüro im Rhein-Kreis Neuss : Unterstützung für häusliche Pflege und pflegende Angehörige

Das Kontaktbüro informiert und berät rund um das Thema Pflegeselbsthilfe. Barabara Nieskens ist Ansprechpartnerin für pflegende Angehörige. Viele suchen sie auf, wenn sie an ihre Grenzen stoßen.

Der Rhein-Kreis Neuss hat vor rund einem Jahr im Kreishaus Grevenbroich das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe eröffnet. Die Pflegesachverständige Barbara Nieskens ist Ansprechpartnerin für pflegende Angehörige. Sie berät nicht nur vor Ort, sondern bietet auch digitale Sprechstunden an. „Corona hat dazu geführt, dass die meisten Menschen nicht ins Kreishaus, sondern in unser virtuelles Bürgerbüro kommen“, berichtet die Kreismitarbeiterin. „Die Beratung funktioniert ausgezeichnet in personalisierten Videokonferenzen. Wir informieren rund um das Thema Pflegeselbsthilfe, vermitteln den Kontakt zu Selbsthilfegruppen und unterstützen die Gründung neuer Selbsthilfegruppen.“

 Ansprechpartnerin für pflegende Angehörige: Barbara Nieskens.
Ansprechpartnerin für pflegende Angehörige: Barbara Nieskens. Foto: Rhein-Kreis Neuss/RKN

Für Kreisdirektor und Kreissozialdezernent Dirk Brügge ist das Kontaktbüro des Rhein-Kreises Neuss ein wichtiger Baustein, um die bestehende Infrastruktur im Bereich Pflege und Soziales zu stärken und die Teilhabe zu fördern. „Wir unterstützen Menschen, die sich in der häuslichen Pflege engagieren, dabei, die besonderen Herausforderungen dieser Aufgabe zu bewältigen.“ In Deutschland leben mehr als 4 Millionen Pflegebedürftige, wobei rund 80 Prozent zuhause versorgt werden.

  • Movimento im Rhein-Kreis Neuss : Auf musikalische Fahrradtour an Rhein und Erft
  • Corona-Pandemie im Rhein-Kreis : Aktuell 2284 mit dem Coronavirus Infizierte im Rhein-Kreis Neuss
  • Corona im Rhein-Kreis Neuss : Zwei weitere Todesopfer in der Pandemie

Barbara Nieskens vom Kreissozialamt hat die Erfahrung gemacht, dass pflegende Angehörige häufig zu ihr kommen, wenn sie an ihre Grenzen stoßen. „Vielen hilft die Möglichkeit zum Austausch zum Beispiel in Selbsthilfegruppen“, erläutert sie. „Gruppen für Angehörige, die zuhause ein Familienmitglied pflegen, existieren bereits in Neuss, Grevenbroich und Kaarst, und wir sind dabei, weitere aufzubauen.“ Die Expertin hilft auch weiter, wenn Angehörige die Pflege zuhause nicht mehr bewältigen können. „Ich vermittele selbst keine Heimplätze, unterstütze aber bei der Suche nach einem Platz oder nach Unterstützung.“ Wer detaillierte Informationen zum Beispiel zur Beantragung eines Pflegegrades oder zur Pflegebegutachtung benötigt, sollte sich an die Pflegeberatung der jeweiligen Stadt oder Gemeinde wenden.

Das Kontaktbüro des Kreissozialamtes ist virtuell zu diesen Zeiten erreichbar: dienstags von 10 bis 12 Uhr, an jedem ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr sowie an jedem ersten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr. Darüber hinaus bietet Barbara Nieskens Sprechstunden im Kreishaus Grevenbroich dienstags von 10 bis 12 Uhr und an jedem Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr an. Interessierte sollten in jedem Fall vorher einen Termin mit ihr vereinbaren.

Das Kontaktbüro im Grevenbroicher Kreishaus wird unter anderem mit einem Zuschuss aus dem Landesförderplan Alter und Pflege in Höhe von rund 35000 Euro gefördert. Kontaktdaten und der Link zum virtuellen Bürgerbüro der Pflegeselbsthilfe finden sich auf der Startseite der Homepage des Rhein-Kreises Neuss unter www.rhein-kreis-neuss.de.