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Rhein-Kreis: Schulleiter der Förderschulen mit Schwerpunkt Geistige Entwicklung beklagen Informationsfluss

Schule im Rhein-Kreis : Schulleiter beklagen schlechten Informationsfluss

Seit zehn Tagen gibt es auch in den Förderschulen mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung wieder Präsenzunterricht. Allerdings sei die Informationspolitik des Landes „eine absolute Katastrophe“, sagt ein Schulleiter.

Die drei Schulleiter sind sich in zwei Dingen einig: Zum einen war es wichtig, dass am Montag vor einer Woche auch der Präsenzunterricht in den drei Förderschulen des Rhein-Kreises mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung endlich wieder begonnen hat, zum anderen aber seien entsprechende Informationen des Landes viel zu kurzfristig gekommen. „Nur stückchenweise wurden wir informiert, eine absolute Katastrophe“, sagt Siegfried Knaul, Schulleiter an der Schule am Nordpark, deutlich. Seine Kollegen Markus Steinhauer (Mosaikschule in Hemmerden) und Georg Klein (Sebastianusschule in Holzbüttgen) sehen das ähnlich.

Doch der Ärger hat sich mittlerweile gelegt, weil der Schulalltag wieder läuft – wenn auch anders in Corona-Zeiten. Und eins sehen alle: Die Schüler freuen sich sehr, wieder in die Schule kommen zu dürfen. „Für unsere Kinder findet ein großer Teil ihres sozialen Lebens in der Schule statt“, erklärt Knaul. Das sei eben nicht so wie bei den Kindern und Jugendlichen der Regelschulen, deren soziales Leben größtenteils auch außerhalb der Schule funktioniere. 36 Mädchen und Jungen werden „am Nordpark“ seit dem 25. Mai täglich unterrichtet, in neun Lerngruppen à vier Schülern. 152 Schüler hat die Schule insgesamt. „Jeder Schüler wird bis zu den Sommerferien noch vier Schultage haben“, so Knaul. Freitags stehe für die Schüler, die den 1,50-Meter-Abstand nicht einhalten können und von einem Schul-Assistenten begleitet werden, Einzelunterricht auf dem Programm.

155 Schüler besuchen normalerweise die Mosaikschule. Zurückgekommen sind neben den sieben des ersten Schuljahres, die auch bis zu den Sommerferien täglich da sind, 85, die in drei Gruppen aufgeteilt wurden, wie Markus Steinhauer erklärt. Auch dort werden maximal vier in einer Lerngruppe unterrichtet. „Der erste Tag war noch komisch, aber dann wurde alles schnell zur Routine“, sagt Steinhauer. Auch an der kleinsten der drei Förderschulen Geistige Entwicklung, der Sebastianusschule mit regulär 106 Schülern, läuft es rund. Laut Georg Klein nehmen 16 Jungen und Mädchen in Vierergruppen am Präsenzunterricht teil und zwölf besuchen die Notbetreuung. Die Hygienepläne funktionieren.