Rhein-Kreis Neuss zeichnet Journalisten mit "Pro Ehrenamt"-Preis aus

Journalistenpreis „Pro Ehrenamt“ : Rhein-Kreis zeichnet Journalisten aus

Fünf Medienschaffende wurden am Freitag auf Schloss Dyck mit dem „Hermann Wilhelm Thywissen-Preis“ ausgezeichnet. Er ist mit 20.000 Euro dotiert und prämiert Beiträge, die das Ehrenamt in der Gesellschaft stärken.

Sie leisten ihre Arbeit frewillig und uneigennützig: Ehrenamtler. Und gerade weil sie nur selten öffentlich über ihr Handeln unterrichten, ist die Berichterstattung über die gemeinnützige Arbeit eine wichtige. Fünf Journalisten, die sich vorbildlich mit dem Thema Ehrenamt auseinandergesetzt und die Geschichten der Helfer lebendig, emotional und inspirierend erzählt haben, wurden am Freitagnachmittag mit dem dem Preis „Pro Ehrenamt – Hermann Wilhelm Thywissen-Preis“ ausgezeichnet.

„Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht“, erklärte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke in seiner Eröffnungsrede zum Festakt im barocken Wasserschloss Dyck. Und so sei es wichtig, dem Ehrenamt „die öffentliche Anerkennung in der Gesellschaft zu verschaffen, die es verdient“. Einen maßgeblichen Beitrag dazu leisteten die Preisträger.

Eine achtköpfige und unabhängige Fachjury wählte die fünf Sieger aus mehr als 150 eingereichten Bewerbungen aus. Jeder Preisträger erhielt eine Urkunde sowie 4000 Euro. In der Kategorie „Lokales“ wurde Carolin Scholz für ihren Beitrag „Die ersten Bilder sind die letzten“ (Westdeutsche Zeitung) geehrt. In der „gelungenen Reportage“, wie Horst Thoren, Stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, den Artikel bezeichnete, behandele Scholz ein tabuisiertes Thema mit „Emotionen und Empathie“ und zeige auf, wie die Bilder bei der Trauerbewältigung helfen.

Für den Beitrag „Der Traum vom eigenen Hallenbad“ (Augsburger Allgemeine) erhielt René Lauer den Nachwuchspreis. Die Jury lobte ihn, die gesellschaftlich wichtige Geschichte journalistisch jung, frisch, intensiv und sprachbegabt in das richtige Licht gerückt zu haben.

Hans-Jürgen Schekahn siegte in der Kategorie „Print/Online“ mit dem Beitrag „Mein Einsatz – Wie ein Tag ein Leben verändert“ (Kieler Nachrichten). Darin erzählt er fesselnd außergewöhnliche Geschichten von Rettungskräften. Mit Zahlen, Grafiken und Bildmaterial mache er die Porträtserie vielschichtig und informativ, lobte die Jury.

In der Kategorie „Hörfunk“ wurde Isabelle Hartmann-Dietsch für ihren Beitrag „Nah dran: Ganzheitliche Hilfe für benachteiligte Familien – 25 Jahre Lichtblick Hasenbergl“ (Bayrischer Rundfunk) ausgezeichnet. Emototional und mitreißend schildert sie, wie eine Initiative mit langjähriger Begleitung hoffnungslosen Menschen Hoffnung gibt.

Für die Reportage „Herzbrücke. Kinderretter zwischen Hamburg und Kabul“ (RTL) zeichnete die Jury Andreas Kuno Richter in der Kategorie „Fernsehen“ aus. Die aufwendige Produktion porträtiert Ehrenamtler und herzkranke Kinder aus Afghanistan. In seiner Dankesrede erklärt Richter: „Ich möchte gute Geschichten erzählen, von Menschen, die etwas Gutes tun. Und der Preis motiviert mich.“

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