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Rhein-Kreis Neuss: Was hat geöffnet? Was ist erlaubt? - eine Übersicht

Corona-Regeln in der Übersicht : Was hat im Rhein-Kreis Neuss geöffnet? Was ist erlaubt?

Seit Freitag, 11. Juni gelten im Rhein-Kreis Neuss die Regelungen der Inzidenzstufe eins der neuen Corona-Schutzverordnung.Was bedeutet das für die Gastronomie, Tierparks, Schwimmbäder und Museen? Wir geben eine Übersicht.

Der Inzidenzwert im Rhein-Kreis Neuss liegt seit vergangenem Mittwoch unter der 50er-Marke. Damit gelten im Kreisgebiet ab Mittwoch, 2. Juni, die Regelungen der Stufe 2 der Coronaschutzverordnung. Doch was bedeutet das konkret für Neuss, Grevenbroich, Dormagen, Kaarst, Jüchen, Rommerskirchen, Korschenbroich und Meerbusch? Eine Übersicht über die Regeln.

  • Ausgangssperre  Die Ausgangsbeschränkungen sind aufgehoben.
  • Einkaufen Sämtliche Geschäfte – egal ob zur Grundversorgung zählend oder nicht – dürfen ohne Pflicht zur Terminvereinbarung und ohne Negativtest besucht werden. Erlaubt ist ein Kunde pro zehn Quadratmeter. Ab Freitag dann auch in Geschäften über 800 Quadratmeter, wenngleich Lars Rehling vom Möbelhaus Höffner (das unter anderem von der Regelung betroffen ist) auf Nachfrage mitteilt, dass die bereits weggefallene Testpflicht der wichtigste Schritt gewesen sei. City-Manager Thomas Werz nimmt wahr, dass sich die Bürger mittlerweile schon daran gewöhnt haben, immer weitere Freiheiten zu genießen – und zwar in allen möglichen Lebensbereichen. Die zusätzlichen Lockerungen durch Inzidenzstufe 1 seien diesbezüglich die „konsequente Fortführung“.
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  • Gastronomie  In Restaurants, Kneipen und Cafés  ist auch in den Innenbereichen kein Negativtest mehr erforderlich. Der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Meter darf unterschritten werden, wenn eine bauliche Abtrennung zwischen den Tischen vorhanden ist.
  • Schulen/Kitas Kindergärten sind wieder für alle geöffnet.  Seit Montag, 31. Mai, sind die Schulen in NRW wieder im Präsenzunterricht. Nach wie vor müssen Schüler den Schultag über eine medizinische Maske tragen und zweimal die Woche getestet werden.
  • Sportmöglichkeiten Kontaktfreier Sport ist ohne Personenbegrenzung erlaubt. Kontaktsport ist im Freien und Innenräumen mit bis zu 100 Personen bei Sicherstellung einer Kontaktnachverfolgung erlaubt. In Innenräumen (inklusive Fitnessstudios) ist auch bei kontaktfreiem Sport die Sicherstellung einer Kontaktnachverfolgung erforderlich. Wenn die Landesinzidenz ebenfalls seit mindestens fünf Werktagen unter 35 liegt, ist kein Negativtest erforderlich. Im Freien sind bis zu 1000 Zuschauer ohne Negativtest, in Innenräumen bis zu 1000 Zuschauer mit Test zugelassen. Die Kapazität darf bis zu 33 Prozent ausgelastet sein und es ist ein Sitzplan im Schachbrettmuster erforderlich.
  • Freizeit Bäder, Saunen und Indoorspielplätze dürfen mit Personenbegrenzung und Negativtest öffnen. In Freibädern entfällt zudem die Testpflicht. Stadtwerke-Sprecher Jürgen Scheer hatte bereits Anfang der Woche betont, dass dieser Wegfall den Einlassprozess für Mitarbeiter und Kunden beschleunigen werde. Weiterhin ist die Öffnung kleinerer Außen-Einrichtungen wie Minigolf, Kletterpark, Hochseilgarten gestattet. Hier ist aber genauso wie bei Ausflugsfahrten mit Schiffen, Kutschen, historischen Eisenbahnen und ähnlichem im Innen- und Außenbereich ein Negativtest erforderlich. Das gilt auch für Freizeitparks und Spielbanken. Die Öffnung von Clubs- und Diskotheken ist im Außenbereich für bis zu 100 Personen mit Negativtest zulässig. Im Alpenpark Neuss werde sich vorerst nichts ändern, teilt eine Sprecherin auf Nachfrage mit. „Wir passen im Juni nichts an die fallenden Inzidenzzahlen an, sondern belassen es bei den Öffnungen der Outdoor-Bereiche sowie der Baum-Chalets von Freitag bis Samstag, so wie es schon seit dem 28. Mai ist“, sagt sie. Der Grund: zu hoher Aufwand. Erst in der kommenden Woche werde man über ein erweitertes Öffnungskonzept ab Juli beraten.
  • Kultur und KinoDer Betrieb von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten, Bibliotheken und ähnlichen Kultureinrichtungen sowie die Durchführung von Konzerten und Aufführungen in und von Theatern, Opern und Konzerthäusern sowie Kinos ist unter den definierten Voraussetzungen wieder erlaubt. In Innenräumen und im Freien gilt eine Obergrenze von höchstens 1000 Personen. Es ist ein Sitzplan im Schachbrettmuster sowie ein Negativtest erforderlich. Bei weniger als 200 teilnehmenden Personen entfällt die Testpflicht.
  • Private Treffen im öffentlichen Raum Private Veranstaltungen sind im Freien mit bis zu 250 Gästen und ohne Negativtest zulässig, in Innenräumen mit bis zu 100 Gästen mit Negativtest. Partys sind im Freien mit höchstens 100 Gästen zulässig, im Innenbereich mit höchstens 50 Gästen. Bei Partys ist ein Negativtest erforderlich, der Mindestabstand darf unterschritten werden.
  • Beherbergung: Übernachtungen sind mit voller gastronomischer Versorgung möglich. Ein Negativtest ist allerdings erforderlich. Bei mehrtägigem Aufenthalt muss dieser alle drei Tage vorgelegt werden. Busreisen sind mit Negativtest auf eine Kapazitätsbegrenzung von 60 Prozent begrenzt, falls nicht ausschließlich Geimpfte und Genesene teilnehmen oder alle Atemschutzmasken tragen. Wenn alle Teilnehmer einer Busreise aus Regionen der Inzidenzstufe 1 kommen, entfällt dort die Kapazitätsbegrenzung.
  • Kinder- und Jugendarbeit: Zulässig sind Gruppenangebote in Innenräumen mit 30 jungen Menschen, im Freien mit 50. Es besteht keine Maskenpflicht oder Altersbegrenzung, ein Negativtest ist nicht mehr erforderlich. Ferienangebote und Ferienreisen sind ebenfalls ohne Negativtest möglich.
  • Bildungsangebote außerhalb von Schulen: Erlaubt ist Präsenzunterricht in Innenräumen ohne eine Begrenzung der Personenzahl und ohne Mindestabstände bei festen Sitzplätzen mit Sitzplan. Ein Negativtest ist erforderlich. Musikunterricht ist in Innenräumen mit Gesang und Blasinstrumenten für höchsten 10 Personen mit Negativtest zulässig.
  • Messen und Märkte:  Messen und Ausstellungen sind mit einer Begrenzung auf einen Besucher pro sieben Quadratmeter der für Besucher zugänglichen Fläche sowie eines der unteren Gesundheitsbehörde vorab vorzulegenden Hygienekonzeptes zulässig. In geschlossenen Räumen ist ein Negativtest erforderlich. Für Jahr- und Spezialmärkte besteht keine Testpflicht. Mit Negativtest sind darüber hinaus auch Kirmeselemente möglich.
  • Tagungen und Kongresse: Zulässig im Innen- und Außenbereich mit höchstens 1000 Teilnehmern und Negativtest. Im Außenbereich ist bei bis zu 500 Teilnehmern kein Negativtest erforderlich.
  • Allgemein gilt: Genesene, Geimpft-Genesene und Geimpfte sind nach vollständiger Immunisierung den negativ getesteten Personen in allen Bereichen gleichgestellt. Negativtests sind nur von zugelassenen Schnellteststellen gültig und dürfen nicht älter als 48 Stunden sein. Eine Übersicht über die Schnellteststellen im Rhein-Kreis Neuss ist unter www.rhein-kreis-neuss.de/schnelltest verfügbar. Selbsttests sind nicht zulässig.

Hinweis: Die Daten, die unseren Grafiken zugrunde liegen, stammen vom Robert-Koch-Institut. In einigen unserer Artikel sind die Zahlen der örtlichen Gesundheitsämter die Basis der Berichterstattung und können davon abweichen. Die Städte und das RKI erheben ihre Werte zu verschiedenen Zeitpunkten.

(NGZ)