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Rhein-Kreis Neuss: Start-ups beim Digital Demo Day 2021

Start-up-Messe im Rhein-Kreis Neuss : „Digital Demo Day“ – die Zukunft im Jetzt

Die Start-up-Messe lockt am 9. September auf das Areal Böhler. Insgesamt 150 Start-ups sind dabei. Erwartet werden rund 4000 Besucher. Was den „Digital Demo Day“ für Aussteller und Besucher so reizvoll macht.

Die Vorfreude ist spürbar. Rund 150 Start-ups werden sich und ihre Produkte am 9. September beim „Digital Demo Day“ auf dem Areal Böhler in Meerbusch vorstellen. Dort, direkt an der Stadtgrenze zu Düsseldorf, erwarten Klemens Gaida und Peter Hornik rund 4000 Besucher bei der Start-up-Messe und Tech-Konferenz, die längst internationale Strahlkraft hat. Die beiden Geschäftsführer des Digihub Düsseldorf-Rheinland – der Rhein-Kreis Neuss gehört zu den Gesellschaftern – und Organisatoren des „Digital Demo Day“ sind froh, dass eine solche Veranstaltung wieder möglich ist, bei der sich die Teilnehmer vor Ort auch tatsächlich treffen und netzwerken. „Wir wollen Menschen zusammenbringen. Schön, dass das wieder geht“, sagt Gaida. Grundlegend dafür sind die aktuellen Corona-Schutzregeln und ein Hygienekonzept.

Es ist die fünfte Auflage der Veranstaltung, die 2017 mit 30 Start-ups und 600 Besuchern begann. Längst ist sie vom regionalen Event zum international beachteten Treffpunkt geworden. Die Kernidee: Gründer stellen ihre innovativen Technologien vor und zeigen die neuesten Einsatzmöglichkeiten in der Industrie. Start-ups und Mittelstand werden zusammengebracht.

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Aus dem Rhein-Kreis dabei ist zum Beispiel die Bygg Ai GmbH, die von Anne von Felix Moll aus der Taufe gehoben wurde. Das Unternehmen macht das Monitoring von Gebäudehüllen skalierbar. Die Kernidee: Schadensanfällige Bereiche – zum Beispiel die Dichtheit im Dachbereich – werden digital überwacht. Mit seiner Technologie möchte das Unternehmen den Kunden die Möglichkeit geben, das gesamte Smart Building von der Gebäudewartung bis zum Schadensmanagement effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Davon sollen Hausbesitzer, Fachbetriebe, Planer, Architekten, Sachverständige und Gebäudeversicherungen profitieren.

Was den „Digital Demo Day“ für Aussteller und Besucher so reizvoll macht, ist der breite Mix und die Möglichkeit zum Netzwerken. Für 1:1-Gespräche zwischen Start-ups, Unternehmen und Investoren gibt es entsprechende Räume vor Ort, um neue Geschäfte anzubahnen, gemeinsame Innovationsvorhaben zu initiieren oder Kapitalfinanzierungen anzustoßen. Zudem, das macht Tim Eschert vom Unternehmen Fero Labs deutlich, komme man auch ins Gespräch mit möglichen neuen Mitarbeitern. Denn auch für entsprechend spezialisiertes Personal ist der „Digital Demo Day“ eine Plattform, um Kontakte zu knüpfen. Mittendrin präsentiert sich der Rhein-Kreis Neuss. Denn neue Unternehmen und Digitallösungen fördern nicht nur den Wettbewerb, sie schaffen auch Arbeitsplätze und bereichern den Wirtschaftsstandort. Kreisdirektor Dirk Brügge betont, dass dies auch angesichts des Strukturwandels enorm wichtig ist. „Wir fördern gute Ideen, Experimentierfreudigkeit, Mut und Innovationskraft“, sagt er. „Dazu gehört zum Beispiel unser in NRW einzigartiges kommunales Programm Inno-RKN sowie unser Accelerator-Programm.“ Gründer werden unterstützt und können mit bis zu 25.000 Euro gefördert werden. Ein weiterer Baustein wird das „Global Entrepreneurship Centre“ (GEC), das auf dem Böhler-Areal angesiedelt werden soll. Das GEC soll Start-ups in den Kreis locken, zum Beispiel als Partner für den Mittelstand.

Der „Digital Demo Day“ im Areal Böhler ist aber längst ebenfalls ein wichtiger Baustein als Motor für die regionale Wirtschaft. Rund um neue Technologietrends und Digitalinnovationen gibt es ein umfassendes Bühnenprogramm. Dabei geht es unter anderem um „Startups & Space“ und „Quantencomputing“, als Gäste sind die erste deutsche Astronautin Suzanna Randall, die beste deutsche Schachspielerin Elisabeth Pähtz und Hi-Tech-Starinvestor Klaus Hommels dabei. Für die Teilnehmer bietet sich die Möglichkeit, hautnah zu erfahren, was hinter Trendbegriffen wie Quantencomputing, B2B-Plattformen und Industrie 4.0 steckt.