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Rhein-Kreis Neuss: Starke Nachfrage für Gesundheitszeugnis per App

Digitales Angebot im Rhein-Kreis Neuss : Starke Nachfrage für das Gesundheitszeugnis per App

Alle Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Lebensmitteln zu tun haben, müssen eine Hygienebelehrung nachweisen. Das ist im Rhein-Kreis Neuss digital möglich.

Ganz gleich, ob Menschen ehrenamtlich in der Schulcafeteria mitarbeiten oder zum Servicepersonal von Messen und Veranstaltungen gehören – sie müssen die gesetzlich vorgeschriebene Schulung absolvieren. Im Rhein-Kreis Neuss sind dies jährlich rund 7000 Menschen. Während die Hygienebelehrung früher vor Ort im Kreishaus stattfand, kann diese heute bequem von zuhause oder unterwegs aus besucht werden. Möglich ist dies durch eine App-Entwicklung aus der hauseigenen Ideenschmiede des Kreises.

Kunden des Kreisgesundheitsamtes können die im Volksmund häufig als „Gesundheitszeugnis“ bezeichnete Infektionsschutzbelehrung vollständig digital über ihr internetfähiges Smartphone oder Endgerät durchführen. Die Nachfrage ist enorm: In nur wenigen Wochen seit Start im April wurde die App des Rhein-Kreises Neuss bereits über 1200 Mal erfolgreich genutzt. Das teilt der Kreis mit. „Die Resonanz der Kunden in der nachgelagerten Kundenbefragung ist durchweg positiv, zumal der Prozess von der eigentlichen Video-Belehrung über elektronisches Bezahlen bis hin zur Ausstellung des Gesundheitszeugnisses nahezu komplett digital erfolgt“, erklärt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Und weil der Aufwand beim Kreis gesunken ist, hat das Kreisgesundheitsamt mit der Einführung der App die Verwaltungsgebühr auf den rechtlich vorgeschriebenen Mindestbetrag von 20 Euro gesenkt.

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Die App selbst ist für Apple- und Android-Endgeräte unter dem Suchbegriff „IfSG-Belehrung“ in den Stores kostenfrei erhältlich. Zur Unterstützung geflüchteter Ukrainer steht sie ab sofort auch in ukrainischer Sprache zur Verfügung. „Viele Menschen, die vor dem schrecklichen Krieg in der Ukraine zu uns geflohen sind, wollen schnell eine Arbeit aufnehmen und benötigen deshalb unsere bestmögliche Unterstützung“, so IT-Dezernent Harald Vieten. „Insgesamt steht die App jetzt in acht Sprachversionen zur Verfügung“, ergänzt Projektleiter Robert Russ aus der Stabstelle Digitalisierung. Die gemeinsam mit dem Kreisgesundheitsamt entwickelte App kann von allen volljährigen Personen mit Wohnsitz im Rhein-Kreis Neuss genutzt werden.

(NGZ)