Rhein-Kreis Neuss: Online-Supermarkt "getnow" auf Wachstumskurs

„getnow“ startet in Neuss durch: Online-Supermarkt auf Wachstumskurs

Der Online-Supermarkt „getnow“ ist vor rund einem Monat in Neuss gestartet. Von dort wird ein Großteil des Rheinlands beliefert. Die weiteren Ausbaupläne stehen und sollen im ersten Quartal 2019 bekanntgegeben werden.

Rund einen Monat nachdem der Online-Supermarkt „getnow“ im Rhein-Kreis an den Start gegangen ist, zieht Geschäftsführer Dominik Reinartz eine positive Bilanz. „Es ist gut angelaufen und wir sind zufrieden“, sagt der Neusser. Die Ziele des Startups sind ehrgeizig: Bis Ende 2019 soll ganz Deutschland von „getnow“ beliefert werden. Das bedeutet: Es entstehen neue Jobs, zum Beispiel im Bereich der sogenannten Picker. Dabei handelt es sich um Einkäufer, die mit der Bestellliste des Kunden in der Metro – das Unternehmen ist Vertragspartner von „getnow“ – den Warenkorb zusammenstellen.

Geht eine Kundenbestellung ein, dann kaufen die Picker die gewünschten Lebensmittel für die „getnow“-Kunden in den Metro-Märkten ein. „Es gibt natürlich eine Checkliste mit Kriterien, die dabei wichtig sind“, sagt Reinartz. Im Grunde läuft es so: Die Picker wählen zum Beispiel an der Fleisch-, Fisch- oder Käsetheke die Produkte aus, die sie auch für sich selbst nehmen würden. Die Zustellung erfolgt dann mit dem Versanddienst DHL. Beliefert werden Endverbraucher und Kunden aus dem B2B-Segment innerhalb von 90 Minuten beziehungsweise zu einer ausgewählten Wunschzeit. „Zu unseren Kunden gehören Familien, die ihren Wocheneinkauf bei uns tätigen, genauso wie Unternehmen. Neben Lebensmitteln verfügen wir dank unseres Partners Metro zum Beispiel auch über Bürobedarf und ähnliches.“ Derzeit befinden sich mehr als 12.000 Produkte im Sortiment.

„getnow“ ist Vertragspartner der Metro. Foto: obs/getnow.de

Beim Wachstum setzt „getnow“ daher auch auf Nähe zu Metro-Standorten. Von dort werden dann die einzelnen Städte beliefert – im Falle von Neuss gehen die Lieferungen zum Beispiel auch nach Düsseldorf, Mönchengladbach, Krefeld und Wuppertal. Das Startup nimmt jedoch nicht nur die großen Städte ins Visier, sondern auch die Dörfer. Da, wo es möglicherweise gar keinen Supermarkt mehr direkt vor Ort gibt, herrscht schließlich nach wie vor Bedarf. „Wir sind überzeugt, dass die Lebensqualität in solchen Orten steigt, wenn Lebensmittel geliefert werden“, erklärt Dominik Reinartz.

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Der Ausbauplan für das nächste Jahr steht bereits. In welchen Städten „getnow“ dann an den Start geht, verrät Dominik Reinartz noch nicht. „Im ersten Quartal 2019 werden wir es mitteilen“, sagt er. Die Branche ist schließlich in Bewegung. Startups wie „getnow“ oder auch Picnic, das ebenfalls im Rhein-Kreis Neuss tätig ist, entwickeln neue Ideen und Wege und die „Big Player“ auf dem Markt können davon profitieren. Die Metro kooperiert mit „getnow“, Edeka gehört zu den Lieferanten von Picnic.

Jetzt steht das Weihnachtsgeschäft an, und das lässt die Bestellungen auch bei den Online-Supermärkten noch einmal nach oben schnellen. Den Schwung will „getnow“ ins neue Jahr mitnehmen. Die Erfahrung aus München und Berlin, wo das Unternehmen bereits tätig ist, zeigt: Wer bestellt und zufrieden ist, lässt sich oft als Stammkunde gewinnen. „Der Lebensmitteleinkauf ist auch Vertrauensfrage“, sagt Dominik Reinartz. „Daher erhalten wir viele neue Kunden auch durch Weiterempfehlungen.“ Und die gibt’s nur, wenn die Picker gute Arbeit leisten.

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