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Rhein-Kreis Neuss: Notruf 112 war nach Blitzeinschlag gestört

Unwetter Im Rhein-Kreis Neuss : Notruf 112 war nach Blitzeinschlag gestört

Ein Blitzeinschlag in der Kreisleitstelle hat am Freitagabend zeitweise den Notruf 112 im Rhein-Kreis Neuss lahmgelegt. Anschließend war die Leitung wegen des Unwetters überlastet. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz. Um kurz nach 23 Uhr meldete der Kreis: Die Systeme laufen, der Notruf funktioniert wieder.

Zunächst war der Notruf 112 nach einem Blitzeinschlag in der Kreisleitstelle gar nicht zu erreichen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, die Technik aber war zeitweise lahmgelegt. Es wurde darum gebeten, in dringenden Notfällen das nächste Feuerwehrgerätehaus aufzusuchen.

Später war der Notruf wieder erreichbar, aber immer noch gestört und zudem überlastet. Kreissprecher Benjamin Josephs appellierte deshalb an die Menschen im Rhein-Kreis, den Notruf 112 nur in einer lebensbedrohlichen Situationen oder im Falle eines Brandes anzurufen. Um kurz nach 23 Uhr konnte Josephs Entwarnung geben: „Die Systeme laufen wieder stabil. Der Notruf steht wieder uneingeschränkt zur Verfügung.“

Auch die Feuerwehr Neuss bat in den sozialen Medien: „Bitte wählen Sie den Notruf nur bei wirklich dringenden und lebensbedrohlichen Fällen. Alle Gerätehäuser der Feuerwehr Neuss sind besetzt und können zusätzlich im Notfall angesprochen werden.“ Der Notruf im Rhein Kreis Neuss sei schon deshalb nur eingeschränkt erreichbar, da in der Leitstelle eine Vielzahl von Notrufen eingehe. Aufgrund einer schweren Gewitterzelle sind in Neuss, so die Feuerwehr, mehrere Keller voll gelaufen und Sturmschäden entstanden. Ab 22:30 Uhr ließ der Starkregen in Neuss langsam nach und die Lage normalisierte sich.

  • Die Feuerwehr hat in diesen Stunden
    Unwetter-Zwischenbilanz in Neuss : Drei überflutete Keller, Dachstuhl-Brand in Norf
  • Unwetter am Abend : Gewitter ziehen über NRW – Kind in Düsseldorf schwer verletzt
  • Nach Unwetter in Grevenbroich : Auto versinkt im Elsbachtunnel – mehrere Straßen bleiben bis Montag gesperrt

Auch in Grevenbroich hat das Unwetter den Einsatzkräften am Freitagabend jede Menge Arbeit beschert. Zahlreiche Keller wurden durch den starken Regen überflutet. Auch der Elsbachtunnel lief voll – mal wieder. Ein Auto versank im Wasser.

Die Rettungskräfte baten darum, während des Gewitters und Starkregens folgende Verhaltensmaßregeln zu beachten:

  • Meiden Sie den Aufenthalt im Freien. Halten Sie Abstand zu Bäumen, Türmen und Masten. Halten Sie mindesten 20 m Abstand zu Hochspannungsleitungen. Achten Sie auf herumfliegende Gegenstände.
  • Wenn Sie sich in offenem Gelände aufhalten, gehen Sie mit eng zusammenstehenden Füßen, möglichst in einer Mulde, auf den Fußballen in die Hocke.
  • Vermeiden Sie alle Gegenstände mit Metallteilen wie Regenschirme oder Fahrräder.
  • Passen Sie Ihr Verhalten im Straßenverkehr den Verhältnissen an.
  • Lassen Sie Haus- und Nutztiere nicht ins Freie.
  • Nehmen Sie empfindliche Geräte vom Netz.
  • Baden und duschen Sie während eines Gewitters nicht. Baden und duschen kann lebensgefährlich sein.
  • Bleiben Sie Zuhause und begeben Sie sich nicht in Gefahr. Rufe Sie nur an wenn Sie einen medizinischen Notfall melden wollen oder Mensch, etwa bei einem Brand, in Lebensgefahr sind.
(NGZ)