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Rhein-Kreis Neuss: NGG fordert höhere Löhne bei Fast-Food-Ketten

Arbeiten im Rhein-Kreis Neuss : Gewerkschaft fordert höhere Löhne bei Fast-Food-Ketten

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert Löhne von mindestens zwölf Euro pro Stunde. Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband laufen.

Lohn-Plus fürs Burger-Braten: Im Rhein-Kreis Neuss sollen die Beschäftigten in Fast-Food-Restaurants wie McDonald’s, Burger King & Co. mehr Geld bekommen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Die Mitarbeiter stehen rund um die Uhr an der Fritteuse oder an der Verkaufstheke – bekommen dafür aber meist nur den Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde“, kritisiert Karim Peters von der NGG Krefeld-Neuss. Die Gewerkschaft verlangt „armutsfeste Löhne“ von mindestens zwölf Euro pro Stunde. Profitieren würden davon auch die Beschäftigten bei Marken wie Starbucks, KFC, Nordsee, Vapiano, Tank & Rast und Pizza Hut.

Hintergrund ist die laufende Tarifrunde zwischen der Gewerkschaft NGG und dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS). Die Branche beschäftigt bundesweit rund 120.000 Beschäftigte in 3000 Restaurants und Cafés. „Es ist höchste Zeit, vom Mindestlohn-Image wegzukommen. Die Menschen haben für ihre harte Arbeit eine faire Bezahlung verdient“, betont NGG-Geschäftsführer Peters. Aktuell reichten die Löhne kaum, um ohne einen Zweitjob oder staatliche Stütze über die Runden zu kommen. Die Arbeitgeber hätten jedoch ein spürbares Lohn-Plus bislang vehement blockiert. „Die Wut der Beschäftigten ist groß. Wir rufen jetzt in ausgewählten Orten zu Protestaktionen und Warnstreiks auf, auch im Rhein-Kreis Neuss könnte es noch vor der nächsten Verhandlung zu Ausständen kommen“, so der Gewerkschafter.

BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante hatte zu den laufenden Tarifverhandlungen zwischen der NGG und dem BdS kürzlich erklärt: „Nach dem Abschluss der aktuellen Tarifrunde in Frankfurt wurde unser konstruktiver Eindruck der ersten Tarifrunde vom Dezember 2019 leider nicht bestätigt. Die Forderungen liegen immer noch deutlich und zu weit auseinander, als dass eine Einigung überhaupt in Sicht wäre.“ Nach wie vor gelte: Beide Seiten müssen sich bewegen. Seitens der Arbeitgeber sei diese Bereitschaft vorhanden. „Es muss weiterhin unser gemeinsames Ziel für die nächste Tarifrunde im Februar sein, eine Annäherung zwischen beiden Seiten zu erreichen.“

Die Tarifverhandlungen werden am 13. und 14. Februar in Stuttgart fortgesetzt.

(NGZ)