Rhein-Kreis Neuss: IHK diskutiert über Strukturwandel, ÖPNV und Startups

Rhein-Kreis Neuss und die Zukunft : „Strukturwandel in der Region meistern“

IHK-Präsidium hat mit Landtagsabgeordneten über den Strukturwandel, ÖPNV und Startups diskutiert.

Das Präsidium der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein hat sich mit den Landtagsabgeordneten der NRW-Regierungskoalition, die aus dem IHK-Bezirk – Rhein-Kreis Neuss, Krefeld, Mönchengladbach und Kreis Viersen – stammen, zu einem Gedankenaustausch getroffen. Dabei ging es um Fragen wie: Wie kann die ÖPNV-Anbindung des Niederrheins verbessert werden? Was muss getan werden, damit sich die Rahmenbedingungen für Startups verbessern? Wie kann der Strukturwandel gelingen? Was erwarten die Unternehmen von der Landesregierung? IHK-Präsident Elmar te Neues betonte zur Eröffnung der Runde: „Wir haben ein gemeinsames Interesse daran, unsere Heimatregion voranzubringen.“

Mit Blick auf den Strukturwandel warnte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz davor, die Vereinbarungen der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung jetzt erneut zur Debatte zu stellen und „das Paket wieder aufzuschnüren“. Die Landtagsabgeordneten teilten diese Einschätzung. „Wenn jetzt einzelne Vereinbarungen angepasst werden, werden demnächst auch andere Festlegungen infrage gestellt – das muss verhindert werden“, sagte Marcus Optendrenk (CDU). Das Präsidium und die Mitglieder des Landtags verständigten sich darauf, sich gemeinsam für die Umsetzung der Beschlüsse der Kommission einzusetzen.

Zur Gestaltung des Strukturwandels merkte Dietmar Brockes (FDP) an, dass dies immer dort gut funktioniert habe, wo in den Ausbau der Infrastruktur sowie in Wissenschaft und Forschung investiert wurde. „In diesen Bereichen gibt es für unsere Region einiges zu tun.“ Jochen Klenner (CDU) ergänzte: „Es wird nicht darum gehen, Arbeitsplätze eins zu eins zu ersetzen.“ Es würden „Projekte mit Strahlkraft“ benötigt, die für neue qualifizierte Arbeitsplätze sorgen.

Das Potenzial der Gründerszene am Niederrhein besser zu nutzen, liegt den IHK-Vizepräsidenten Erich Bröker und Hartmut Wnuck am Herzen. „Bei der Start-up-Förderung geschieht schon viel, aber die Prozesse müssen beschleunigt werden.“ Es mangele in der Region nicht an Standorten für Startups. Aber Gründerzentren müssten professionell gemanagt werden.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE