Rhein-Kreis Neuss: IHK diskutiert über Einzelhandel

Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss : IHK diskutiert über Einzelhandel

Leerstände, Digitalisierung, Bürokratie und verkaufsoffene Sonntage – unter anderem diese Themen standen im Mittelpunkt des Einzelhandelsausschusses der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein.

In ihrer Sitzung bei 3M in Neuss diskutierten die Mitglieder mit Sarah Mietz, Referentin für Handel im NRW-Wirtschaftsministerium. „Die Zeiten werden für uns Einzelhändler nicht einfacher“, erklärte der Ausschussvorsitzende Rainer Höppner.

Der Einzelhandel ist für das Ministerium eine wichtige Branche, betonte Mietz. Mit Blick auf den Status Quo des Einzelhandels in NRW stellte sie positive wie negative Zahlen vor: Ein Drittel aller Handelsumsätze in Deutschland stammen aus NRW, der Anteil an der absoluten einzelhandelsrelevanten Kaufkraft liege bei 21,5 Prozent, und ein Fünftel aller deutschen Handelsunternehmen habe den Sitz in NRW. „Wir stehen aber vor einigen Herausforderungen. So ist zum Beispiel der Leerstand ein großes Thema“, erklärte Mietz. Circa 6700 Betriebsstätten seien zwischen 2010 und 2018 weggefallen. Gründe seien unter anderem die Schlecker-Insolvenz, Zusammenschlüsse und der Online-Handel. „Dieses Problem wollen wir bekämpfen und nicht nur hinnehmen“, erklärt Höppner. Um Leerstände zu verhindern, arbeite das Ministerium – auch in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung – an der Attraktivität der Innenstädte, erklärte Mietz. Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion stand das Thema verkaufsoffene Sonntage. „Wir reden von vielen kleinen Städten, in denen diese Veranstaltungen existenziell für den Handel sind“, betonte der Ausschussvorsitzende.

(NGZ)
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