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Rhein-Kreis Neuss: Grüne und SPD fordern einen Jugendkreistag

Politik im Rhein-Kreis Neuss : Grüne und SPD für Jugendkreistag

Jugendliche sollen mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten bekommen. Dazu soll ein Jugendkreistag aus der Taufe gehoben werden. Es gibt schon konkrete Pläne, wie dieser gewählt werden soll.

Die Grünen und die SPD im Rhein-Kreis setzen sich für die Bildung eines Jugendkreistages ein. Denn ihrer Meinung nach fehlt der Jugend im Kreis eine eigene Stimme. Und das soll sich ändern. „Wichtig ist uns, dass der Jugendkreistag ein Antragsrecht für den den Kreistag und auch ein Anfragerecht an die Kreisverwaltung hat“, sagt Elias Ackburally, Kreistagsabgeordneter der Grünen und Sprecher für Kinder, Jugend und Familie seiner Partei. Nicht richtig fände er es, wenn es sich „nur“ um ein reines Redeparlament handeln würde.

 Elias Ackburally ist jugendpolitischer Sprecher der Kreis-Grünen.
Elias Ackburally ist jugendpolitischer Sprecher der Kreis-Grünen. Foto: Die Grünen

Bei der nächsten Sitzung des Kreistages am Mittwoch, 30. Juni, hofft er, dass auch die anderen Parteien dem Vorschlag zustimmen. Dann soll die Kreisverwaltung aufgefordert werden, zunächst die Wünsche der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 12 bis 21 Jahren sowie die Präferenzen aller Schulen und Institutionen der Jugendarbeit im Rhein-Kreis abzufragen, und die Ergebnisse für ein entsprechendes Konzept zu berücksichtigen. Dass es solch eine Einrichtung noch nicht gibt, bedauert Ackburally sehr.

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Im Rhein-Kreis gibt es bis jetzt nur ein regelmäßig tagendes Kinderparlament in Dormagen, und im kommenden Jahr soll parallel zur Landtagswahl ein Jugendparlament in Kaarst gewählt werden, so der Wunsch von CDU und den Grünen, die im Kaarster Stadtrat die Mehrheit bilden.

Ackburally könnte sich vorstellen, dass ein Jugendkreistag alle zweieinhalb Jahre neu gewählt wird – ein Termin würde dann regelmäßig mit der Kommunalwahl zusammenfallen. Wenigstens 15, höchstens 25 Mitglieder sollte das Gremium haben. „Nur wenn unsere Gesellschaft in ihrer Gänze, Vielfalt und Diversität politisch repräsentiert ist, kann aus unserer Sicht das Konzept der Generationengerechtigkeit gelingen“, sagt der Politiker. Und Andrea Jansen, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, betont: „Wir möchten die Jugendlichen an der Umsetzung des Jugendkreistages beteiligen, und zwar von Beginn an. Impulse und Ideen der jungen Menschen dazu greifen wir sehr gerne auf.“ Beide Kooperationspartner wollen das Vorurteil einer „politikverdrossenen Jugend“ im Kreis nicht länger bedienen.