Klimaschutz im Rhein-Kreis Neuss Kreis installiert erste E-Bike-Ladestationen

Rhein-Kreis Neuss · Bestellt sind sie längst, doch ein Liefertermin ist noch nicht in Sicht. Die ersten E-Bike-Ladestationen an Gebäuden des Rhein-Kreises sollen in Zons und Sinsteden aufgestellt werden. Weitere Standorte werden geprüft.

 E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Das hat auch der Rhein-Kreis festgestellt. (Symbolbild)

E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Das hat auch der Rhein-Kreis festgestellt. (Symbolbild)

Foto: dpa/Roland Weihrauch

Lieferschwierigkeiten gibt es aktuell nicht nur im Baugewerbe, auch Ladestationen für E-Bikes lassen offensichtlich auf sich warten. Diese Erfahrung macht aktuell auch der Rhein-Kreis, der, wie Kreissprecher Benjamin Josephs sagt, je zwei Ladetower mit vier Ladefächern bestellt hat. Aufgestellt werden sollen die ersten E-Bike-Ladestationen an den beiden Kulturzentren des Kreises in Zons und Sinsteden. Mit jeweils 14.600 Euro schlägt das im Kreishaushalt zu Buche. Hinzu, so Josephs, kämen noch die Kosten für die Installation. Wichtig dabei: Die Stationen sollen öffentlich zugänglich sein, auch wenn sie zu Kreisgebäuden gehören. Ob sich noch weitere Standorte eignen, werde überprüft. Gedacht wird unter anderem auch an die Schulen in Trägerschaft des Rhein-Kreises.

Das Thema „Einrichtung von E-Bike-Ladestationen“ hatten die Fraktionen von SPD und Grüne als Antrag sowohl für den Mobilitäts- als auch für den Finanzausschuss (15. März) formuliert – mit dem Beschlussvorschlag, in den Haushalt 2022 für die Umsetzung einen Betrag von 50.000 Euro einzustellen. In der Begründung zum Antrag heißt es unter anderem, dass die Nutzung von E-Bikes im Trend liege, denn immer mehr Menschen stiegen von einem normalen Fahrrad auf ein E-Bike um. Für Mitarbeiter der Kreisverwaltung könne das Angebot zudem ein Anreiz sein, vom Auto auf das Zweirad umzusteigen. Wichtig, so formulieren es die Antragsteller, sei zudem, dass es genügend Fahrradabstell-Anlagen gebe, um die E-Bikes gut anketten zu können. Schließlich seien sie teuer in der Anschaffung und daher diebstahlgefährdet.

Die Ladestationen werden aber nicht nur als Teil des innerbetrieblichen Gesundheitsmanagements angesehen, sie gehören auch zu den Projekten für den Klimaschutz und nachhaltige Lebensverhältnisse, für die sich der Kreis einsetzt. Dazu gehören neben den Ladestationen unter anderem das Aktionsbündnis für Insekten, energetische Sanierung und smarte Gebäudetechnik sowie Photovoltaik-Anlagen auf den Kreisgebäuden. Hinzu kommt außerdem nachhaltige und umweltfreundliche Beschaffung, der Rhein-Kreis ist erster Fairtrade-Kreis in Deutschland. „Wir machen schon einiges, und wir werden uns noch intensiver für den Klimaschutz engagieren“, sagt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Und da kommt sie ins Spiel, die neue Klimaschutzmanagerin des Rhein-Kreises, Ina Grothe. Gefördert mit Mitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums wird Grothe bis Juli 2023 ein Klimaschutzkonzept und darauf aufbauend ein Klimaanpassungskonzept erarbeiten. Das soll als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für alle künftigen Klimaschutzaktivitäten dienen.

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