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Rhein-Kreis Neuss: Digitaler Behördengang ist jetzt möglich

Digitalisierung im Rhein-Kreis : Behördengang ist ab sofort auch von zu Hause möglich

Mit einem neuen Programm können Bürger in Zukunft einige Behördengänge von zu Hause aus erledigen. Allerdings gilt das Angebot zunächst nur für sechs Fachbereiche der Verwaltung.

Bürger im Rhein-Kreis Neuss müssen seit dem 1. September nicht mehr zwingend für Behördengänge ins Amt. Mittels einer personalisierten Videokonferenz in ausgewählten Fachbereichen können sie ihre Belange von zu Hause aus erledigen. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke stellte das Projekt zusammen mit IT-Kreisdezernent Harald Vieten und Markus Brungs, Geschäftsführer der ACP Köln, vor, die die technischen Voraussetzungen für das neue Bürgerbüro geschaffen hatte, und gab das Startsignal für das Projekt.

Petrauschke sieht nicht nur mit Blick auf die Corona-Lage viele Vorteile des neuen digitalen Angebots: „Wir arbeiten im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie konsequent an dem Ausbau digitaler Serviceleistungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, um möglichst viele Behördengänge zu ersparen“, so der Landrat. Markus Brungs betont, dass es sich beim virtuellen Bürgerbüro nicht um eine einfache Videokonferenztechnologie handelt. Mit dieser neuen und innovativen Lösung sei es vielmehr den Bürgerinnen und Bürgern möglich, eine virtuelle Sprechstunde zu besuchen. „So, als wäre man direkt vor Ort.“

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Das virtuelle Bürgerbüro startet als Pilotprojekt zunächst in sechs ausgewählten Fachbereichen der Kreisverwaltung. IT-Dezernent Harald Vieten, der dieses Projekt mit der Firma ACP initiiert hat, berichtet: „Zu Beginn werden digitale Beratungsgespräche angeboten in der Schwerbehindertenstelle und in der Pflegeberatung von Selbsthilfegruppen des Sozialamtes, in der Elterngeldstelle des Kreisjugendamtes, in der Wirtschaftsförderung, zum Wohnberechtigungsschein sowie im Kommunalen Integrationszentrum.“

Auf der Homepage des Rhein-Kreises Neuss unter dem Link rhein-kreis-neuss.de finden Interessierte eine Übersicht. Sobald sie einen bestimmten Bereich ausgewählt haben, können sie sich in einen virtuellen Wartebereich einwählen. Ähnlich, als würden sie vor Ort eine Nummer ziehen und sich in den Warteraum setzen. Im virtuellen Wartebereich angekommen, sehen sie, wie viele Personen vorher an der Reihe sind. „Sobald der zuständige Mitarbeiter frei ist, startet die virtuelle Sprechstunde“, erläutert Markus Brungs, Geschäftsführer der ACP Köln. Für ihn steht fest: „Das Projekt beweist, dass sich viele Problemstellungen der öffentlichen Verwaltung durch innovative, digitale Lösungen einfach abbilden lassen.“

Der Unterschied zu bisherigen Lösungen: Der Termin kommt ohne vorherige Abstimmung über Telefon oder E-Mail zustande, auch das Versenden von Zugangsdaten entfällt. Auch weitere Teilnehmer können zum Gespräch hinzugeholt werden.

IT-Dezernent Harald Vieten weist darauf hin, dass das virtuelle Bürgerbüro ein sehr gutes Beispiel für die Chancen der Digitalisierung ist. „Sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die Kreisverwaltung entsteht ein Mehrwert an Effizienz und Bürgerservice“, so Vieten. Das Projekt soll ausgeweitet werden.

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(ngz)