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Rhein-Kreis Neuss: Digitale Alternativen zum Betriebspraktikum

Berufsorientierung im Rhein-Kreis Neuss : Praktikumsplätze wegen Corona rar

Auch in der Berufsorientierung müssen angesichts der Corona-Pandemie neue Wege eingeschlagen werden. Nicht nur der Präsenzunterricht an Schulen liegt auf Eis, sondern oftmals auch Betriebspraktika. Digitale Alternativen sollen Abhilfe schaffen.

Auch in der Berufsorientierung müssen angesichts der Corona-Pandemie neue Wege eingeschlagen werden. Das stellt Schüler, Betriebe und Schulen vor Herausforderungen. Virtuelle Alternativen zu Schülerbetriebspraktika standen jetzt im Mittelpunkt eines Online-Austauschs, den die Kommunale Koordinierung Rhein-Kreis Neuss der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) ausgerichtet hat. Zielgruppe waren die Studien- und Berufskoordinatoren an den weiterführenden Schulen. Das Unterstützungsangebot traf auf großes Interesse bei den Lehrkräften. Im Zuge der Veranstaltung hatten sie die Möglichkeit, sich per Videokonferenz mit Ersatzangeboten zur Umsetzung von Praktika unter den aktuellen Einschränkungen der Corona-Pandemie auseinanderzusetzen.

 Claudia Trampen ist beim Rhein-Kreis Neuss die Ansprechpartnerin für das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“.
Claudia Trampen ist beim Rhein-Kreis Neuss die Ansprechpartnerin für das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Foto: Rhein-Kreis Neuss

Betriebspraktika sind verpflichtender Bestandteil der beruflichen Orientierung aller Jugendlichen im Rahmen von KAoA. Sie bieten den Schülern eine wesentliche Orientierungshilfe und zeigen konkrete Anschlussperspektiven auf dem Weg in den Beruf. Die Corona-Krise und das daraus entstandene knappere Angebot an Praktikumsplätzen stellen aber nicht nur Jugendliche, sondern auch Unternehmen vor große Herausforderungen. Hinzu kommt die derzeitige Aussetzung des Präsenzunterrichts und somit die erschwerte Durchführung von Betriebspraktika, die insbesondere den Lehrkräften ein Umdenken abverlangen.

Um Orientierungsangebote aufrecht zu erhalten sowie Schülern eine Auseinandersetzung mit Praktikumsinhalten und Berufsfeldern zu ermöglichen, muss von Seiten der Schulen ein Angebot für diejenigen zur Verfügung gestellt werden, die keinen Praktikumsplatz finden beziehungsweise ihn momentan nicht antreten dürfen.

Dazu stellte die Kommunale Koordinierung den Teilnehmern alternative Best-Practice-Beispiele der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Nievenheim sowie weitere Anregungen für die Ausgestaltung digitaler Praktikumsangebote, erstmals auch von einem Neusser Berufskolleg, vor.

Weitere Informationen zur NRW-Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ gibt es bei Claudia Trampen von der Kommunalen Koordinierung Rhein-Kreis Neuss. Ihre E-Mail-Adresse lautet claudia.trampen@rhein-kreis-neuss.de.

(NGZ)