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Rhein-Kreis Neuss auf der Gewerbe-Immobilienmesse Expo Real 2021

Immobilienmesse Expo Real 2021 : Rhein-Kreis: Platz für Wirtschaft und Innovation

Der Rhein-Kreis Neuss schafft im Strukturwandel neue Räume für Unternehmen vom Industriebetrieb bis zum Start-up. Innovation wird zum Markenzeichen des wirtschaftsstärksten Kreises in Nordrhein-Westfalen. Auf der Immobilienmesse Expo Real in München stellt er sich und viele Projekte seiner Kommunen vor.

Wenn nicht jetzt, wann dann – der Rhein-Kreis Neuss nutzt die Chance, nach einem Jahr Corona-Pause wieder auf internationalem Parkett für den Wirtschaftsstandort an Rhein und Erft zu trommeln. Auf Europas größter Fachmesse für Immobilien und Investitionen, der Expo Real in München, will der Kreis zeigen, was jetzt und vor allem in naher Zukunft in seinen Kommunen geht für Unternehmen, die einen attraktiven Standort suchen oder für Investoren und Projektentwickler, die im Bereich Gewerbe, aber auch Wohnungsbau aktiv sind. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels, ausgelöst durch den Ausstieg aus der Braunkohle, wird das Standortmarketing mehr denn je zur Pflichtaufgabe für die Kommunen – und zur Chance für Investoren. Mit dem Strukturwandel bieten sich neue Möglichkeiten in einer Region, die zu den Top-Standorten in Europa zählt: Der Rhein-Kreis Neuss ist direkter Nachbar der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Millionen-Metropole Köln, in strategisch günstiger Lage zwischen dem Ruhrgebiet, Aachen, den Niederlanden und Belgien. Rundherum leben in einem Radius von einer Lkw-Tagesreise fast 150 Millionen Menschen – und damit 40 Prozent aller Verbraucher in der Europäischen Union. Die Infrastruktur zu Wasser, auf Straße und Schiene und in der Luft ist jetzt schon gut, kann durch geplante Großinvestitionen im Rahmen des Strukturwandelprozesses aber noch einmal deutlich gewinnen, zum Beispiel durch die neue Revier-S-Bahn nach Aachen. Auch mit Blick auf Baugrundstücke, die sowohl für innovative Projekte mit einer modernen Verbindung von Arbeiten und Wohnen zu nutzen sind, aber auch Unternehmen vom Start-up bis zum großen Industriebetrieb ein Zuhause bieten können, kann der Strukturwandel als Katalysator wirken. Wo früher Braunkohle abgebaut und anschließend in großen Kraftwerksanlagen verstromt wurde, gibt es Gewerbeflächen für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Ein besonderes Beispiel ist das Kraftwerk Frimmersdorf in Grevenbroich, das Ende September endgültig abgeschaltet wurde.

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Eine Umfrage bei 500 Unternehmen im Rhein-Kreis hat gerade erst belegt, dass die meisten Unternehmen den Strukturwandel eher als Chance denn als Risiko begreifen, da sie sich angesichts der angekündigten Investitionen in Verkehrsinfrastruktur, Digitalisierung, Innovation und Bildung konkrete Vorteile für ihr Business ausrechnen. Botschaften wie diese will der Kreis bei der Expo Real auch überregional verbreiten.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sieht in der Messe für den Rhein-Kreis Neuss und seine Kommunen eine gute Gelegenheit, mit Projektentwicklern und Investoren ins Gespräch zu kommen: „Die Nachfrage nach Wohnbauflächen und Gewerbegrundstücken ist groß, daran hat die Pandemie nichts geändert.“ Für die Expo Real gelte, in weit größerem Maße noch als für die „Polis Convention“ im Areal Böhler in Meerbusch etwa einen Monat zuvor: „Der Mehrwert der klassischen Netzwerkarbeit und die Atmosphäre einer Messe sind nicht zu vergleichen mit rein digitalen Formaten. Der persönliche Kontakt ist mit entscheidend für positive Projekt- und Investitionsbegegnungen“, sagt Robert Abts, Leiter der Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreises Neuss. Er verweist auf im Schwerpunkt zwölf Projekte aus dem Kreisgebiet, die in München eine Rolle spielen sollen: Sieben davon sind gewerblich, zwei kommen aus dem Bereich Wohnungsbau und drei weitere mischen Arbeiten und Wohnen.

Dass der Messeauftritt in München auch mit gewissen Einschränkungen wegen der Pandemie Sinn macht, ist auch für Bertram Gaiser, Geschäftsführer der Standort Niederrhein GmbH unbestritten: „Auch in der Corona-Zeit haben die Kommunen und privaten Akteure ihre Projekte weiterentwickelt, auch die Anfragen nach Flächen sind ungebrochen.“ Als klar gewesen sei, dass die Messe nach der – von einem Online-Event abgesehen – pandemiebedingten Pause wieder „richtig an den Start gehen will“, seien fast alle Partner der Standortgemeinschaft Niederrhein sofort dabei gewesen: „Wir wollen da wieder hin, das war die klare Haltung fast aller, die für ihre Region werben wollen, ebenso wie bei den privaten Standpartnern“, sagt Gaiser. Das korrespondiert mit der Einschätzung auch der Expo-Real-Organisatoren: „Die Bedeutung der Expo Real als internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen ist ungebrochen. Wir spüren einen riesengroßen Bedarf an persönlicher Begegnung und haben alle Vorkehrungen für einen sicheren Aufenthalt aller Beteiligten getroffen“, erklärt Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. Diese „Vorkehrungen“ zum Schutz vor Corona bedeuten, dass der Messeablauf im Detail angepasst werden muss. „Es gibt keine Talkrunden und keine Präsentationen am Messestand, dafür aber eine ergänzende Fläche mit deutlich mehr Platz für Besprechungen und individuell vereinbarte Termine“, so der Geschäftsführer der Standort Niederrhein GmbH. Wie in den Vorjahren hätten sich zudem Gäste aus Landesregierung und -politik am Niederrhein-Stand angesagt, allen voran Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Der Rhein-Kreis will die Chance nutzen, nicht nur um Immobilien- und Städtebauprojekte nach vorn zu bringen, sondern auch um die Zukunftsfähigkeit des Standorts zu demonstrieren.

Dabei setzt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke vor allem auf die Marke „Innovationskreis“, eigens geschaffen, damit der Rhein-Kreis einer der wirtschaftsstärksten Kreise Deutschlands und attraktiver Innovationsstandort bleibt. Dazu gehören ein Programm, das Digitalisierung und Innovation im Mittelstand fördert, der Aufbau von Innovations-Orten, an denen sich mittelständische Unternehmen und Start-ups vernetzen können, ein Netzwerkverbund von Innovatoren und das Programm „accelerate_rkn“, das junge und innovative Start-ups im Rhein-Kreis unterstützt.

Info Einen Überblick über das Gewerbeflächen-Angebot im Rhein-Kreis Neuss finden Sie auch online unter:
www.gewerbeflaechen-rkn.de