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Rhein-Kreis Neuss: "Arbeiten in Deutschland" lockt ins Romaneum

Info-Tag in Neuss : Integration in den Arbeitsmarkt

Der Informationstag „Arbeiten in Deutschland“, den das Netzwerk „Allianz Wiedereinstieg“ im Rhein-Kreis seit einigen Jahren verstärkt auch der beruflichen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund widmet, hatte schon lange vor der Eröffnung viele interessierte Besucher.

Vor allem junge Frauen verschiedenster Nationalitäten bevölkerten Foyer und mehrere Räume der Volkshochschule (VHS) im Romaneum. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hatte schon Mühe, sich für seine Begrüßung Gehör zu verschaffen; zu sehr waren Anbieter und Interessenten schon in Gespräche vertieft. Er war sicher, „das dauert so lange wie in einer Grundschulklasse“, konnte dann aber nach dieser Gestattungspause betonen, dass „Integration in die Gesellschaft besonders gut über die Arbeit geht“. Ulrike Kreuels, die Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Kreises, ist die Koordinatorin dieses Informationstages, bei dem in fünf Themeninseln nahezu alle Organisationen, die ein Angebot zum Thema „Kommunale Integration“ offerieren, mit Ständen präsent waren. Insgesamt 22 Institutionen von der Agentur für Arbeit bis zum „Kompass D“ der Volkshochschule Neuss standen für Informationen, unterstützt von Dolmetschern, zur Verfügung. Besonders großer Andrang herrschte beim „IQ Netzwerk Nordrhein-Westfalen“, das sich in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit vor allem um die Anerkennung akademischer Berufe kümmert.

Das Jobcenter des Rhein-Kreises hatte sogar aktuelle Stellenangebote parat. Atqaumhman (19) konnte beim Fachinstitut „i.drive“ ein Praktikum zum Automechaniker vereinbaren. Maksute (35) aus Mazedonien lebt seit fünf Jahren in Neuss und hat auf dem Infotag vielversprechende Kontakte knüpfen können: „Ich interessiere mich für Altenpflege.“ Sie besucht bereits seit September vergangenen Jahres einen Aktivkursus, den im Auftrag des Jobcenters der Neusser SKM (Sozialdienst katholischer Männer) und das Kolping-Bildungswerk durchführen.