Rhein-Kreis Neuss: 3M setzt auf erneuerbare Energien

Multitechnoliekonzern hat DACH-Zentrale in Neuss: 3M setzt auf erneuerbare Energien

Der Multitechnologiekonzern 3M, der die Zentrale für seine DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) in Neuss hat, ist der globalen Nachhaltigkeitsinitiative RE100 beigetreten, die sich für eine Zukunft mit CO2-armen Energiequellen einsetzt.

Das Unternehmen wird seine Werke und Niederlassungen weltweit so umstellen, dass 100 Prozent des eigenen Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien gedeckt werden kann. 3M-Geschäftsführer Mike Roman hat dieses Ziel jetzt bekanntgegeben.

Den ersten Schritt auf diesem Weg habe das Unternehmen, das weltweit in 200 Ländern tätig ist, an seinem Hauptsitz in der Neusser Partnerstadt St. Paul (Minnesota) bereits getan. Wie 3M in einer Mitteilung erklärt, werden die Konzernzentrale in den USA sowie alle Anlagen am Konzernsitz ausschließlich mit Ökostrom aus Windkraft betrieben. Auf dem 165 Hektar großen Gelände am Hauptsitz arbeiten rund 12.000 Mitarbeiter. „3M legt den Schalter um, um sich künftig zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie zu versorgen“, erklärt Mike Roman. Das Unternehmen sieht sich als Vorreiter in Bezug auf eine nachhaltigere Zukunft und möchte diese Rolle ausbauen – in den eigenen Niederlassungen sowie bei den Lösungen für die Kunden. Durch die vollständige Umstellung auf erneuerbaren Strom steigert 3M seinen Gesamtanteil an dieser Energieform nach eigenen Angaben um mehr als fünf Prozent auf rund 30 Prozent. Zugleich würden Treibhausgasemissionen weiter reduziert. Seit 2002 habe 3M seine Treibhausgasemissionen um insgesamt 68 Prozent gesenkt, während sich die Umsatzerlöse fast verdoppelten. Auf dem Weg zur Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energien setzt sich der Multitechnologiekonzern das Ziel, bis 2025 mindestens 50 Prozent seines globalen Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken.

Der Beitritt zur Nachhaltigkeitsinitiative RE100 ist zudem ein Signal. RE100 ist eine globale Wirtschaftsinitiative unter der Führung von „The Climate Group“ in Kooperation mit der Organisation „Carbon Disclosure Project“ (CDP). Insgesamt sind 165 einflussreiche Unternehmen Mitglied, unter anderem auch Google. Die Mitglieder haben sich dem Ziel der 100-prozentigen Nutzung von erneuerbaren Energien in ihren weltweiten Niederlassungen verschrieben. Helen Clarkson, Geschäftsführerin von „The Climate Group“ betont die Vorbildfunktion für Kunden und andere Unternehmen.

(NGZ)
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