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Rhein-Kreis Neuss: 30 Millionen Zugriffe im Open-Data-Portal

Schon 30 Millionen Zugriffe : Nutzung von Open-Data-Portal des Kreises steigt

Die Kreisverwaltung veröffentlicht seit 2019 faktenbasierte Daten zugänglich für alle Bürger. Und die Zugriffszahlen steigen an. Aber auch die Verwaltung selbst nutzt das Portal für Entscheidungen in der Corona-Pandemie.

Staat und Verwaltung in Deutschland stehen im Zeitalter von Open Government vor grundlegenden Veränderungen. Wurden bisher grundsätzlich nur auf Antrag und auf Basis von gesetzlichen Bestimmungen Behördendaten zur Verfügung gestellt, soll nun verstärkt die proaktive Bereitstellung von freien, nicht personenbezogenen Fakten im Fokus stehen. Seit 2019 geht das IT-Dezernat der Kreisverwaltung erfolgreich diesen Weg mit seinem Open Data-Portal opendata.rhein-kreis-neuss.de. Die Nachfrage steigt kontinuierlich. Bisher gab es 30 Millionen Zugriffe.

„Die Corona-Pandemie hat nochmals verdeutlicht, wie wichtig aktuelle, frei zugängliche und maschinenlesbare Daten für faktenbasierte Entscheidungen sowie für ein gestiegenes Informationsbedürfnis in der Bevölkerung sind“, sagt IT-Dezernent Harald Vieten. Und weiter: „Gleichzeitig können offene Daten für Unternehmen, Start-ups und Organisationen neue vielfältige, digitale Lösungsansätze im Bereich von Smart Cities und Künstlicher Intelligenz bieten.“

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Kontinuierlich baut die Kreisverwaltung daher ihr Open Data-Portal aus und stellt neue, für Rechner maschinenlesbare Datensätze ein, die unter freier Lizenz von jedem kostenlos genutzt werden können. Zuständig dafür ist Tobias Schellhorn von der Stabstelle Digitalisierung. „Bereits 72 offene Datensätze sind in unserem Open Data-Portal enthalten – von aktuellen Corona-Daten über verfügbare Gewerbeflächen bis hin zum aktuellen Straßenverzeichnis. Wir haben schon viel positives Echo auf unser digitales Angebot erhalten“, betont Vieten.

Letztlich profitiere aber auch die eigene Kreisverwaltung von Open Data, sagt der IT-Dezernent. Das Gesundheitsamt, das Amt für Sicherheit und Ordnung sowie die Behördenleitung selbst nutzen von Beginn an die automatisiert aufbereiteten Daten für aktuelle Lagebilder und Entscheidungen in der Corona-Bekämpfung. Eine vom IT-Dezernat herausgegebene Richtlinie soll in der Kreisverwaltung auch das Bewusstsein bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Notwendigkeit und für die Chancen von Open Data schärfen.

(mabu)