Brennende Mülltonnen und Bäume 14 Brände rund um Silvester im Kreisgebiet - fast immer fahrlässige Brandstiftung

Rhein-Kreis Neuss · In der Silvesternacht kam es nach derzeitigem Stand zu 14 Bränden im Kreisgebiet. In der Mehrheit der Fälle wurden der Inhalt von Mülleimern und Abfallcontainern fahrlässig oder vorsätzlich in Brand gesetzt. Die Einzelheiten im Überblick.

 Die Feuerwehr hatte zu Silvester einiges zu tun im Rhein-Kreis Neuss. (Symbolbild)

Die Feuerwehr hatte zu Silvester einiges zu tun im Rhein-Kreis Neuss. (Symbolbild)

Foto: dpa/Marcel Kusch

Die Einsatzorte waren in Neuss (4), Dormagen (3), Grevenbroich (2), Kaarst (3) und Meerbusch (2).

In Neuss kam es am Sonntag, 1. Januar, in der Zeit von 6 bis kurz nach 21 Uhr, zu vier Meldungen. An der Max-Ernst-Straße in Rosellen, an der Straße "Am Kotthauserweg" in Weissenberg und am Lessingplatz in Norf wurden Müllbehältnisse in Brand gesetzt. An der Max-Ernst-Straße griffen die Flammen auch auf die hölzernen Außenwände eines Carports über, in Weissenberg wurde auch ein Zaun in Mitleidenschaft gezogen und am Lessingplatz löschte ein aufmerksamer Anwohner den Brand, bevor Schlimmeres passierte. In einem Mehrfamilienhaus an der Kaarster Straße auf der Furth wurde vermutlich durch das Abbrennen eines Feuerwerkskörpers der Bodenbelag im Hausflur beschädigt.

In Dormagen kam es am Sonntag, 1. Januar, in der Zeit von 16 bis 16.30 Uhr, zu drei Einsätzen. An der Kreuzung Kamillenstraße / Walhovener Straße in Rheinfeld und an der Buchenstraße in Horrem wurden Müllbehältnisse in Brand gesetzt. In Rheinfeld konnte nach Zeugenhinweisen ein 18 Jahre alter Mann aus Dormagen als möglicher Verursacher ermittelt werden. Der Brand an der Buchenstraße wurde vermutlich durch mehrere in die Gelbe Tonne geworfene Teelichter ausgelöst. An der Dr.-Geldmacher-Straße hatten Unbekannte in einem Waldstück an drei Stellen Papier in Brand gesetzt.

In Grevenbroich kam es am Samstag, 31. Dezember, gegen 17.20 Uhr, an der Straße "Zur Wassermühle" in Gindorf zu einem Einsatz. Vermutlich hatten Unbekannte Feuerwerkskörper in dem kleinen Waldstück gezündet und so etwa 15 bis 20 Quadratmeter der Grünfläche in Brand gesetzt. Vor einem Mehrfamilienhaus an der Friedrichstraße in Kapellen gerieten am Sonntag, 1. Januar, gegen 2.15 Uhr, aus bislang unbekannten Gründen vier Mülltonnen in Brand.

In Kaarst kam es in der Zeit von Freitagabend, 30. Dezember, bis Sonntagnachmittag, 1. Januar, zu drei Meldungen. In allen Fällen wurde der Inhalt von Abfallbehältnissen in Brand gesetzt. Am Freitag, 30. Dezember, gegen 21.45 Uhr, wurde die Polizei zur Pestalozzistraße in Kaarst-Süd gerufen. Zeugen hatten einen brennenden Altpapiercontainer bemerkt, von dem sich zwei Kinder auffällig rasch entfernten. Es soll sich um einen Jungen und ein Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren handeln. Der etwa 170 Zentimeter große Junge war mit einer dunklen Mütze und einer Winterjacke der Marke Northface in den Farben Schwarz (oben) und Orange (unten) bekleidet. Das Mädchen wird als dunkelhaarig beschrieben und soll mit einem weißen Pullover bekleidet gewesen sein.

Am Margeritenweg in Kaarst-Nord brannte am Samstag, 31. Dezember, gegen 22.20 Uhr, der Inhalt einer Mülltonne. Einer der Anwohner löschte die Flammen mit Wasser. In der Tonne befand sich ein Feuerwerkskörper, zudem war Benzingeruch wahrnehmbar. Ebenfalls durch Anwohner wurde am Sonntag, 1. Januar, gegen 16.15 Uhr, eine brennende Mülltonne an der Ludwig-Erhard-Straße in Kaarst-West gelöscht. Vermutlich hatten spielende Kinder mit Pyrotechnik den Brand ausgelöst.

In Meerbusch kam es am Sonntag, 1. Januar, in der Zeit von kurz vor 13.30 bis gegen 18.40 Uhr, zu zwei Einsätzen. Auf einer Wiese am Rheinfeldweg in Büderich qualmte gegen Mittag ein etwa sieben Meter langer Baumstamm. Das vermutlich durch Feuerwerkskörper in Brand geratene Totholz wurde durch die Feuerwehr gelöscht. Ebenfalls mutmaßlich durch Feuerwerk wurde am frühen Abend ein etwa zehn Meter hoher Baum am Mönkesweg in Strümp beschädigt. Neben dem Baum stand ein Einkaufswagen mit leeren Pyrotechnik-Verpackungen.

In allen Fällen haben die Experten des Kriminalkommissariats 11 die Ermittlungen übernommen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 02131 300-0 zu melden.

(NGZ)
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