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Rhein-Kreis: Kreisgesundheitsamt übernimmt keine Kontaktverfolgung mehr

Corona im Rhein-Kreis Neuss : Gesundheitsamt gibt Kontaktverfolgung auf

Corona-Infizierte und Kontaktpersonen müssen sich eigenständig in häusliche Isolierung begeben. Eine Nachverfolgung ist nur noch möglich, wenn kritische Infrastruktur, Schulen, Kitas und vulnerable Personengruppen betroffen sind.

Das Kreisgesundheitsamt hat jetzt darauf hingewiesen, dass Personen, die ein positives Schnelltest- oder PCR-Testergebnis haben, sich eigenständig und unmittelbar nach dessen Erhalt in häusliche Isolierung begeben müssen. Das gelte unabhängig von einem Impf- oder Genesenenstatus, teilte der Rhein-Kreis mit.

Eine weitere Anordnung des Gesundheits- oder Ordnungsamtes ist dafür nicht mehr erforderlich. Geregelt ist das auf Grundlage der durch Bundes-Regelungen erlassenen Test- und Quarantäneverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Aufgrund der aktuell hohen Fallzahlen kann eine gesonderte Kontaktpersonen-Nachverfolgung nur noch erfolgen, wenn kritische Infrastruktur, Schulen, Kindertagesstätten oder vulnerable Personengruppen betroffen seien, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. Eine Priorisierung ist dort auch im Bund-Länder-Beschluss vom 24. Januar vorgesehen und Empfehlung des Robert-Koch-Institutes.

Positiv getestete Personen sind zudem verpflichtet, unverzüglich alle ihnen bekannten Personen zu unterrichten, zu denen in den vergangenen zwei Tagen vor der Durchführung des Tests und bis zum Erhalt des Testergebnisses ein enger persönlicher Kontakt bestanden habe. Diese Kontaktpersonen müssen ebenfalls ohne eine gesonderte behördliche Anordnung in Quarantäne. Nicht in Quarantäne muss, wer geboostert ist und Kontakt zu einem Infizierten hatte. Dasselbe gilt für Geimpfte oder Genesene, deren letzte Impfung oder deren Erkrankung weniger als 90 Tage zurückliegt.

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Auch das Ende der häuslichen Isolierung und der Quarantäne bedarf keiner gesonderten behördlichen Anordnung. Für infizierte Personen oder für Kontaktpersonen endet die Isolierung beziehungsweise Quarantäne nach zehn Tagen ab dem Tag der Probenentnahme und bei Nicht-Haushaltsmitgliedern ab dem Tag des letzten Kontaktes. Die Isolierung ist fortzusetzen, wenn und solange zu diesem Zeitpunkt noch Symptome vorliegen. Man kann sich aber bereits jeweils nach sieben Tagen per PCR- oder zertifiziertem Antigen-Schnelltest freitesten, wenn keine Symptome einer Erkrankung vorliegen. Personen, die im Rhein-Kreis leben, können ihr negatives Testergebnis unter der Adresse rkn.nrw/freitestung hochladen.

Erleichterungen, so informiert der Rhein-Kreis weiter, gebe es für Kinder und Jugendliche in Schulen und Kitas. Diese können sich als Kontaktpersonen ohne Symptome bereits nach fünf Tagen per PCR- oder zertifiziertem Antigen-Schnelltest freitesten, wenn keine Symptome vorliegen. Das Testergebnis muss bei im Rhein-Kreis wohnhaften Kindern und Jugendlichen unter rkn.nrw/freitestung-schule hochgeladen werden.

Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Einrichtungen der Eingliederungshilfe arbeiten mit besonders vulnerablen Menschen zusammen. Infizierte können sich dort ebenfalls nach sieben Tagen freitesten, das allerdings nur mit einem verpflichtendem PCR-Test. Außerdem müssen sie zuvor mindestens 48 Stunden symptomfrei sein.

(NGZ)