Rhein-Kreis: Kommunen unterstützen Landesinitiative "Gemeinsam klappt's"

Integration im Rhein-Kreis : Kommunen wollen jungen Flüchtlingen helfen

Bei der Landesinitiative „Gemeinsam klappt’s“ geht es um Bildungs- und Ausbildungschancen.

Junge Geflüchtete sollen neue Integrationschancen bekommen. Das ist das Ziel der Landesinitiative „Gemeinsam klappt´s“, an der sich der Rhein-Kreis zusammen mit den Kommunen und zahlreichen Akteuren aus Wirtschaft, Bildung und Soziales beteiligt. Nach einem Starter-Workshop im März traf sich eine Bündniskerngruppe im Kreishaus Grevenbroich.

Kreisdirektor Dirk Brügge zeigte sich in seiner Begrüßung der Vertreter der acht Kommunen und verschiedener Initiativen erfreut darüber, dass sehr viele Akteure im Kreis die Initiative „Gemeinsam klappt´s“ unterstützen. Der Kreisdirektor, der das Projekt federführend betreut, betonte: „Wir nutzen nun die Strukturen und Netzwerke in den Kommunen, um gemeinsam zielführende Maßnahmen zu entwickeln.“

Dabei gehe es darum, die Bildungs- und Ausbildungschancen der jungen Volljährigen zu erhöhen und damit eine Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben, unabhängig von Sozialleistungen, zu schaffen. Brügge fügte hinzu: „Auch wenn einige junge Geflüchtete nicht dauerhaft in Deutschland bleiben sollten, können hier erworbenes Wissen, Qualifikationen und berufliche Kenntnisse und Erfahrungen bei einer späteren Rückkehr in das Heimatland dort zu einem gelungenen Neustart beitragen.“ Plan ist, das die jungen Geflüchteten, die keine Bildungs- oder Ausbildungschancen haben oder deren Bildungs- oder Ausbildungsabschluss gefährdet ist, verbindliche Integrationsangebote erhalten sollen. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen der Schulen, der Weiterbildung, der beruflichen Bildung und Qualifizierung sowie der Jugendhilfe und darüber hinaus ehrenamtliche Begleitung. Ziel ist ein Schul-bzw. ein Berufsabschluss.

Die Bündniskerngruppe analysiert nun den Bedarf, überprüft die Qualität vorhandener Angebote und schließt Angebotslücken in der Integrationskette. Dabei arbeiten Fachkräfte und Ehrenamtliche Hand in Hand. Das Programm „Gemeinsam klappt´s“ wurde vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration auf den Weg gebracht und wird von weiteren Landesministerien finanziell unterstützt.

Wissenschaftlich wird das Projekt vom Institut für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg Essen begleitet. Die Mitglieder der Bildungskoordination im Kommunalen Integrationszentrum des Rhein-Kreises Neuss koordinieren die Arbeit im Kreis. Bei Fragen sind sie sind unter der E-Mail-Adresse biko@rhein-kreis-neuss.de zu erreichen.

(NGZ)
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