1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis

Rhein-Kreis: Höhere Gebühren für die Entsorgung von Rest- und Sperrmüll

Abfallentsorgung im Rhein-Kreis : Fürs Altpapier gibt’s Geld zurück

Mit höheren Abfallgebühren müssen die Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss im nächsten Jahr kalkulieren. Die Gebühr für Kleinanlieferungen soll bei zehn Euro/Anlieferung gehalten werden. Ein Überblick.

Die Kreisverwaltung stellte bei der Sitzung des Planungs-, Klima- und Umweltausschusses ihre Daten zu den Abfallgebühren vor. Danach steigt beim Rest- und Sperrmüll die Gebühr von aktuell 185,28 Euro pro Tonne auf 210,64 Euro pro Tonne. Unverändert bei 70 Euro pro Tonne bleibt dagegen die Gebühr beim Bioabfall. Den endgültigen Beschluss wird der Kreistag bei seiner nächsten Sitzung am 15. Dezember dann fassen.

Zwar sei für die Rest- und Sperrmüllgebühr eine deutliche Anhebung der Gebühr erforderlich, heißt es in der Vorlage der Verwaltung, dafür könnten auf der anderen Seite aber auch erhebliche Steigerungen der Vergütungen für Altpapier angenommen werden. Der Altpapierpreis, den der Kreis erzielt, zeige für das Jahr 2021 bisher durchgehend hohe Werte und habe für September sogar einen bisher noch nie erreichten Höchststand notiert, so dass der Kreis den Kommunen eine Vergütung von rund 129 Euro pro Tonne in Aussicht stellt. Bisher waren rund 4,50 Euro die Regel.

Insgesamt heben sich der Anstieg der Restabfallgebühr und die höheren Altpapiererlöse in etwa auf, so dass für die Kommunen, die ihr Altpapier dem Kreis überlassen, das Saldo aus Gebühren und Vergütungen des Kreises etwa gleich bleibe, für verschiedene Kommunen sogar leicht sinke, hat die Kreisverwaltung errechnet.

  • Auf dem Weihnachtsmarkt gilt ab Mittwoch
    Neue Schutzverordnung : Schärfere Corona-Regeln im Rhein-Kreis Neuss
  • Ansgar Heveling ist der neue Vorsitzende
    Neuer Vorsitzender der Kreis CDU : „Der Rhein-Kreis bleibt CDU-Stammland“
  • Kreis investiert in den Klimaschutz : Im BBZ kommt bald Solarstrom aus der Steckdose

Daraus lasse sich jedoch kein Rückschluss ziehen auf die Gebühren, die die Kommunen von ihren Bürgerinnen und Bürgern erheben, mahnt die Kreisverwaltung vorsorglich, denn schließlich machen die Gebühren und Vergütungen des Rhein-Kreises nur einen Teil der Kosten für die Müllentsorgung der Kommunen aus. Hinzu kämen nämlich noch die eigenen Kosten der Kommunen für die Einsammlung und den Transport von Abfällen etwa wegen wilder Ablagerungen oder Abfallberatung. „Die Kostensteigerungen wirken allein auf die Restabfallgebühr, da die anderen Gebühren durch die Anpassung der Umlagen gleich gehalten werden“, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage für den Ausschuss.

Für Elektro-Schrott sollen ebenso wie für den Betrieb des Gewerbe-Schadstoffmobils keine Gebühren erhoben werden. Die Gebühren wären so gering, dass der Aufwand für eine eigene Gebührenerhebung nicht gerechtfertigt wäre. Die Bioabfallgebühr von unverändert 70 Euro pro Tonne soll wie bisher zu Lasten der Restabfallgebühr gesenkt werden, um das Recycling von Bioabfällen zu fördern.

Die Gebühr für Kleinanlieferungen soll bei zehn Euro/Anlieferung gehalten werden, um illegalen Entsorgungen auf wilden Kippen entgegen zu wirken.