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Rhein-Kreis Neuss: Restaurant-Ampel: Gastwirte verunsichert

Rhein-Kreis Neuss : Restaurant-Ampel: Gastwirte verunsichert

Die Unsicherheit der Gastronome bleibt. Nur eins scheint recht gewiss: Objektive Kriterien gibt es nicht bei der Punktevergabe an Hotels, Gaststätten und Restaurants durch Kontrolleure.

Und das bestätigte bei der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Düsseldorf und Neuss des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) auch der Referent Klaus Meyer. Denn der Leiter des Amtes für Verbraucherschutz der Landeshauptstadt und damit oberster Gaststättenkontrolleur sprach vor den gut 50 Gastronomen und Hoteliers im Kaarster Park Inn-Hotel über das Thema "Was kommt mit der Hygiene-Ampel auf die Gaststätten zu?"

Eins kommt auf die Unternehmer auf alle Fälle zu, sollte die Bundesregierung die "rot-gelb-grüne Idee" der Verbraucherschutz-Minister der Länder umsetzen, nämlich besagte Ampel, die dann an den Häusern prangt und möglicherweise dazu führt, dass niemand mehr dort essen möchte. Pleite vorprogrammiert. Insgesamt 80 Punkte können die Kontrolleure vergeben, und das Prinzip lautet: Je mehr Punkte, desto schlimmer ist es. Denn bis zu 39 Punkten leuchtet die Ampel noch grün, bis zu 59 bereits gelb, ab 60 Punkten ist der Bann quasi ausgesprochen.

Dabei muss eine hohe Punktzahl gar nichts mit der Hygiene in der Küche zu tun haben, wie Dehoga-Geschäftsführer Rainer Spenke erklärt. Denn Punkte gebe es eben nicht nur für das "Hygienemanagement", sondern auch für bauliche Mängel, die der Gastwirt, ist er nur Pächter, gar nicht verantworte.

Sicher gestellt sei im übrigen auch nicht, dass ein Betrieb mit roter Ampel schnell nachkontrolliert werde, so Spenke. Das sei nicht zu schaffen bei knapp 1300 Betrieben im Rhein Kreis, und über 2600 in Düsseldorf. "Die aufgestellten Regeln lassen sich nicht stur auf jeden Fall anwenden", betont Rainer Spenke nochmals, und für die Verbraucher seien sie alles andere als durchsichtig. Und so rät er den Gastwirten und Hoteliers, sich vom Gesundheitsamt des Rhein-Kreises beraten zu lassen, denn Kontrolleure seien bereits unterwegs.

(NGZ/rl)