1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis

Rhein-Kreis: Reservesiegerin „Finja“ kommt aus Jüchen

Rhein-Kreis : Reservesiegerin „Finja“ kommt aus Jüchen

Heinz-Walter Pferdmenges ist ein "alter Hase" in Sachen Pferdezucht. Der 48-Jährige züchtet nicht nur auf dem familieneigenen Pferdehof in Jüchen-Waat Warmblüter mit rheinischem Brandzeichen, sondern leitet auch die Geschicke des Kreis-Pferdezuchtvereins Mönchengladbach/Neuss.

Deshalb war er bei der 45. Pferdeschau in Mönchengladbach-Wickrath gleich doppelt im Einsatz. "Da kommt man ganz schön aus der Puste", stellte der Jüchener fest. Als Vorsitzender der Züchter im Rhein-Kreis und der Stadt Mönchengladbach freute er sich nicht nur über eine rege Beteiligung der Züchter mit ihren Stuten und Fohlen, sondern auch über interessierte Zuschauer, die an beiden Schautagen Pferde alles Rassen und Größen zum Anfassen erlebten.

"Alles in allem war es eine gelungene Schau", zog er Bilanz. "Die Kulisse vor dem Wickrather Schloss ist immer wieder ein Highlight, die Resonanz seitens der Züchter und der Zuschauer war in Ordnung." Das animiere doch regelrecht zur Weiterführung dieser Traditionsveranstaltung, so der Vorsitzende. Und auch in seiner Rolle als passionierter Züchter konnte sich Heinz-Walter Pferdmenges freuen: Denn seine Fuchsstute Finja, eine Tochter des Hengstes Flatley, der im Stall von Dressurkönigin Isabell Werth steht, wurde zur 1. Reservesiegerin gekürt. Die Siegerstute Sonrisa Divina stellte mit Bettina Egge eine Kölner Züchterin. Dieses Kunststück gelang der Zuchtstätte Pferdmenges schon drei Mal (1992, 2002 und 2009). "Ich bin hochzufrieden", sagt Pferdmenges, dessen Vater Hartmut schon erfolgreich Pferde züchtete. Überhaupt ist Pferdezucht bei den Pferdmenges "Familiensache": Während der Vater die Züchterschaft betreute, sind die beiden Söhne Yannick (14) und Leon (11) bei den Jungzüchtern (zwischen 12 und 30 Jahre) aktiv. Bei der Pferdeschau in Wickrath übernahmen die Jungen das Stutenmanagement: vom Putzen bis zum Vorstellen an der Hand. "Da ist man schon sehr stolz", sagt der Vater schmunzelnd, der nebst den Großeltern Edith und Hartmut am Rande mitfieberte.

Nach der ersten Reservesiegerstute kommt auch die zweite aus dem Rhein-Kreis: eine dreijährige schwarzbraune Stute aus der Zucht und dem Besitz von Franz-Josef Münker, der in Langst-Kierst einen großen Zucht- und Reitstall betreibt. Schon deren Mutter Angelique M zog er selbst — mit der jungen Stute setzt er die Münker'sche Erfolgsgeschichte weiter fort. Bei den Warmblutfohlen setzten die "Nachbarn" von Pferdmenges, Wolfgang und Helmut Esser, einmal mehr Akzente. Gleich zwei Stutfohlen der Jüchener wurden mit Silber ausgezeichnet, eines sogar mit Gold.

Nur drei Fohlen wurde überhaupt mit Gold prämiert. Neben dem Esser'schen stellte der Grevenbroicher Paul Leitner ein Stutfohlen aus seiner selbst gezogenen France Gall PL vor; das dritte kam aus dem Gestüt Ellmann in Bedburg.

(url)