Bilanz des Blitzermarathons im Rhein-Kreis Neuss: Raser aus Willich war 55 km/h zu schnell

Bilanz des Blitzermarathons im Rhein-Kreis Neuss : Raser aus Willich war 55 km/h zu schnell

Die Neusser Polizei hat am Mittwochnachmittag die Blitzermarathon-Ergebnisse für den Rhein-Kreis bekanntgegeben. Die Beamten ahndeten von Dienstag (6 Uhr) bis Mittwoch (6 Uhr) 724 Verstöße gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung.

Die Polizei kontrollierte an 54 Messstellen. Dazu kam noch eine Vielzahl von Punkten, an denen die Radarwagen der Kommunen Geschwindigkeitsüberwachungen durchgeführt haben. Kontrolliert wurden 19.064 Fahrzeuge. Davon waren 724 zu schnell unterwegs

Zwei Autofahrer müssen wegen deutlicher Überschreitungen mit einem Fahrverbot rechnen. In einer 50er-Zone wurde ein 20 Jahre alter Niederländer innerhalb der geschlossenen Ortschaft in Neuss mit 83 Km/h gemessen. 160 Euro Bußgeld, drei Punkte in Flensburg und 1 Monat Fahrverbot kommen auf ihn zu. Noch gravierender war der Verstoß eines 22-jährigen aus Willich, der in Kaarst außerhalb der geschlossenen Ortschaft 55 Kilometer zu schnell unterwegs war. Außerdem stellten die Beamten fest, dass der Mann offenbar unter Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Der Niederländer musste zur Blutprobe.

Eine weitere Blutprobe wurde in Dormagen fällig. Dort hielt die Polizei einen 54-jähriger Mann an einer Messstelle angehalten. Der Mann in einer 70er-Zone 20 Stundenkilometer zu schnell unterwegs. Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass der Dormagener deutlich alkoholisiert war. Ein Atemtest bestätigte den Verdacht. Die Blutprobenentnahme und die Sicherstellung des Führerscheins waren die Folge.

Bei der Vielzahl der kontrollierten Fahrzeuge ahndeten die Ordnungshüter auch noch andere Verstöße. Unter anderem waren viele Autofahrer nicht angeschnallt. Dass über 720 Verkehrsteilnehmer zu schnell waren, das sind laut Polizei 3,8 Prozent der gemessenen Fahrzeuge.

Beim ersten Blitzermarathon im Februar waren 2,3 Prozent der Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs. Im Gegensatz zum Februar wurden im Juli mit 19.064 Fahrzeugen etwa 11 Prozent mehr Verkehrsteilnehmer gemessen.

Trotzdem hatten laut Polizei die eingesetzten Beamten den Eindruck, dass der überwiegende Teil der Autofahrer langsamer und disziplinierter gefahren ist.

Wenn an anderen Tagen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden, sind durchschnittlich 8 Prozent der Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs.

390 Bürger hatten sich im Vorfeld beteiligt und 429 Messstellen vorgeschlagen. Davon konnten 95 Hinweise berücksichtigt werden. 17 "Messpaten" begleiteten die Arbeit der Polizei an "ihrer" Messstelle.

Lesen Sie im Folgenden die Ergebnisse aus den Kommunen:

Stadt Neuss:

13 Messstellen, 27 Geschwindigkeitsverstöße

Stadt Dormagen:

acht Messstellen 21 Geschwindigkeitsverstöße

Stadt Grevenbroich, Rommerskirchen und Jüchen:

zwölf Messstellen, zehn Geschwindigkeitsverstöße

Stadt Meerbusch:

zehn Messstellen 13 Geschwindigkeitsverstöße

Stadt Kaarst und Korschenbroich:

elf Messstellen 17 Geschwindigkeitsverstöße

Dazu kommen weitere 200 Verkehrsverstöße wegen überhöhter Geschwindigkeit, die vom Radarwagen der Polizei im gesamten Kreisgebiet (an verschiedenen Orten) festgestellt wurden. Die noch ausstehende Differenz von 432 festgestellten Verkehrsverstößen wurden durch die Radarwagen in Neuss (85), Dormagen (54), Grevenbroich (79) und der Überwachungsmaßnahme des Rhein-Kreises (218 im gesamten Kreisgebiet an verschiedenen Orten) festgestellt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Blitzermarathon in Neuss: Kontrollen am Konrad-Adenauer-Ring

(ots)