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Rhein-Kreis Neuss: Promis golfen für Kinder

Rhein-Kreis Neuss : Promis golfen für Kinder

Die Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl setzt sich für das Projekt der Hermann van Veen-Stiftung ein, die ein Refugium für Familien in Notsituationen bauen möchte. Unterstützung erhält sie beim "WfG Business Cup"

Heide Ecker-Rosendahl und der niederländische Liedermacher Hermann van Veen teilen einen Traum. Am Kesseler See in Goch soll ein Refugium für Familien mit Kindern entstehen, die Extremsituationen durchzustehen haben und Erholung wie Hilfe brauchen — das Alfred Jodocus Kwak Haus, benannt nach der Ente aus der gleichnamigen Tierfabel van Veens.

Für den gemeinsamen Traum wirbt die erfolgreichste bundesdeutsche Leichtathletin der Olympischen Spiele von 1972 als zweite Vorsitzende der Hermann van Veen-Stiftung wo sie nur kann. Dafür spielt sie auch Golf. "Obwohl ich das gar nicht so gut kann", wie Ecker-Rosendahl ("Handicap 33 Komma irgendwas") bekannte, als gestern auf dem Meerbuscher Golfpark das Programm für den achten "WfG Business Cup" vorgestellt wurde, das Benefiz-Golfturnier der Wirtschaftsförderung des Kreises.

Mit diesem Turnier konnten der Kreis und etliche Partner aus der Wirtschaft in den sieben vorangegangenen Jahren mehr als 300 000 Euro für den guten Zweck erlösen, berichtet Jürgen Steinmetz, allgemeiner Vertreter des Landrates und einer der Veranstalter. In diesem Jahr soll das Geld der Hermann van Veen-Stiftung zufließen.

Die Einladung nach Meerbusch zog schnell Kreise. Aus dem Freundeskreis der Stiftung meldeten sich Radfahrlegende Rudi Altig, Sprinterstar Manfred Germar, Ex-Fußballprofi Rainer Bonhof aber auch der ehemalige Handballnationaltrainer Heiner Brand an. Vollständig ist die Liste sportlicher Prominenz noch nicht. RWE-Sprecher Lambert Brosch kündigte an, der Energiekonzern werde Startplätze nicht für Kunden buchen, sondern (Bundesliga-)Profis zum Turnier einladen. Olaf Thon, Michael Frontzeck und Peter Neururer sind dafür im Gespräch, ebenso Dieter Thoma oder Marc Girardelli.

Einige der Gäste haben einen engeren Bezug zum Rhein Kreis, hob Steinmetz hervor. Rainer Bonhof als ehemaliger Mönchengladbacher, aber auch Heiner Brand, der, so Steinmetz, "für die duale Karriere am Standort Dormagen eingetreten ist". Zu Heide Ecker-Rosendahl schlug Steinmetz ebenfalls schnell eine Brücke. Sie war Präsidentin des Bewerbungskomitees, das die Olympischen Spiele 2012 nach Düsseldorf holen wollte. Dieser Bewerbung war zwar kein Erfolg vergönnt (Steinmetz: "Jetzt müssen wir 2012 nach London fahren."), sie blieb aber als gutes Beispiel regionaler Zusammenarbeit im Gedächtnis.

Auch den "WfG Business Cup" möchte Steinmetz so verstanden wissen. Dafür stehen einmal die Sponsoren: Die Kreiswerke Grevenbroich, die Sparkasse Neuss, TNT Post (Niederlassung Neuss), die Firmen RWE und Brata aus Neuss, das Autohaus Dresen, die Medicoreha, die Nellen & Partner Assekuranz Neuss, die Vermögensverwaltung SJB aus Korschenbroich und — erstmals — CeWe Color aus Mönchengladbach. Für regionale Zusammenarbeit spräche ferner die Wahl der Veranstaltungsorte. Bislang auf Rittergut Birkhof zu Hause, ist das Turnier erstmals in Meerbusch zu Gast. Und abends geht es im Düsseldorfer Hotel Martim weiter.

(NGZ)